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Unterwegs in Südafrika: Transportmittel im Überblick

Unterwegs in Südafrika: Transportmittel im Überblick

Wenn man in Südafrika ist, will man natürlich auch möglichst viel vom Land und den Städten sehen. Welche Transportmöglichkeiten es gibt und was für und gegen sie spricht, das habe ich für euch in Erfahrung gebracht.

Mietauto

Ein Auto zu mieten ist in Südafrika sehr günstig. Es gibt die normalen Mietwagenunternehmen wie Avis, Europcar etc., wo man ab 25 Euro pro Tag ein modernes, jedoch kleines Auto ausleihen kann. Man kann auch spontan zum Flughafen fahren – der sich meist in zentraler Lage der Stadt befindet – und kann das Auto dann sofort mitnehmen. Viele internationale Studenten mieten sich hier in Port Elizabeth (PE) – wo ich mein Auslandssemester verbringe – für die Länge ihres Aufenthalts ein Auto bei Karl . Der Preis liegt mit 3.000 Rand bei umgerechnet 200 Euro im Monat. Bei Karls Autos muss einem jedoch bewusst sein, dass es sich um relativ alte Modelle handelt. Für geringe Distanzen ist das kein Problem. Plant man aber eine richtige Rundreise und möchte nicht riskieren, dass das Auto liegen bleibt, würde ich eher von Karls Autos abraten.

Golf
Mein süßer Miet-Golf für die letzten zwei Monate in PE

Uber und Fahrrad

Wenn man eine längere Zeit in einer Stadt verbringt, ist es prinzipiell nicht notwendig, durchgehend ein Auto zur Verfügung zu haben. In PE ist der South Campus der Nelson Mandela University, an dem die meisten Kurse für internationale Studenten stattfinden, etwa 2,5 km von den Studentenunterkünften in Summerstrand entfernt. Ich habe mir für meine gesamte Zeit in PE ein Fahrrad von meinem Studentenwohnheim Campus Key für insgesamt 35 Euro gemietet. So bin ich immer flexibel, von niemandem abhängig und kann auch andere Ecken von PE erkunden. Einheimische fahren jedoch kaum mit Fahrrädern, weshalb auch keine Radwege vorhanden sind. Für die etwas Faulen (zu denen ich mich auch manchmal schuldbewusst zählen muss) ist Uber die praktischste, einfachste und bequemste Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Es sind (fast) jederzeit – auch nachts – Uber-Fahrer unterwegs, die einen für wenig Geld zuverlässig zu dem gewünschten Ort bringen. Die Uber-App ist einfach zu handhaben und die Bezahlung läuft bequem online.

Minitaxis

Wer Abendteuer mag, muss auf jeden Fall auch die Minitaxis der Einheimischen ausprobieren. Sie ersetzen die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und Züge fast komplett und fahren die populärsten Orte an. Schon aus Tansania kannte ich das System. Es gibt keine festen Haltestellen und Zeiten. Stattdessen stellt man sich einfach an den Straßenrand und wenige Sekunden später hält ein Minitaxi an. Mit 8-13 Rand pro Fahrt (50-90 Cent) sind die Minitaxis die preisgünstigste Option.

Minitaxi en tour
Minitaxi en tour

Langstrecken

Um lange Strecken zu überwinden, gibt es neben Mietautos natürlich die Möglichkeit Inlandsflüge zu buchen oder Busse zu nehmen.

Inlandsflüge sind nicht allzu teuer, wenn man sie über ein einheimisches Vergleichsportal bucht, wie beispielsweise flysafair. Ein Flug von PE nach Kapstadt oder Johannesburg kostet ungefähr 70 Euro. Wir haben den Fehler begangen, den Flug zum Krüger Nationalpark über fluege.de weit im Voraus von Deutschland aus zu buchen. Dafür haben wir dann auch 250 Euro für einen einfachen Flug pro Person gezahlt.

An Busunternehmen gibt es Intercape (vergleichbar mit Flixbus) oder Baz Bus – ein Hop-on-Hop-off-Bus für Backpacker. Fast alle Routen werden pro Tag zwei Mal abgefahren – tagsüber und nachts. Busfahren ist natürlich preisgünstiger als Flugzeug zu fliegen (30 Euro pro Fahrt), dauert aber sehr viel länger (von PE nach Kapstadt fährt man etwa 12 Stunden).

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