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Warum Ungarisch die schwerste Sprache der Welt ist

Warum Ungarisch die schwerste Sprache der Welt ist

Halbzeit in Budapest. Mittlerweile bin ich seit zweieinhalb Monaten in Ungarn. Ende Januar war ich hinsichtlich meiner zukünftigen Sprachskills noch top-motiviert, zuversichtlich und voller Elan. Heute – nach zehn Wochen Ungarisch-Sprachkurs – bin ich damit ein bisschen zurückhaltender.

In Ungarn sagt man, dass die Sprache zu den schwersten der Welt gehört. Und dem kann ich nur zustimmen. Die ungarische Sprache gehört zu dem finno-ugrischen Zweig der uralischen Sprachfamilien. Klingt fern, ist es auch. Ungarisch ist nämlich, anders als die meisten europäischen Sprachen, nicht Teil der indogermanischen Sprachfamilie. Der engste Verwandte der ungarischen Sprache ist die finnische Sprache. Die beiden Länder können sich allerdings nicht im entferntesten verstehen. Ungarisch und finnisch ist nämlich ungefähr so verschieden wie deutsch und persisch.

Auch wenn die Sprache schwierig bis unmöglich erscheint, bin ich davon überzeugt, dass es sich lohnt, ihr ein wenig näher zu kommen. Wer für längere Zeit in einem Land lebt, sollte sich auch mit der Sprache beschäftigen. Denn sie ist Teil der Kultur und der Identität des Landes.

Nach fünf Monaten in Ungarn will ich wenigstens in der Lage sein, mein Essen im Restaurant auf der Landessprache zu bestellen. Ich möchte Fragen können, wie mein Gegenüber heißt und woher er kommt. Wie es ihm geht und ich möchte mich vorstellen können. Von einer ordentlichen Konversation ist das natürlich noch weit entfernt, aber für mich ist es ist ein Zeichen des Respekts, mich wenigstens ein bisschen mit der Sprache auseinanderzusetzen.

Hier ein paar Ungarisch-Beispiele: 

Hogy hívnak? = Wie heißt du?
Szia, Clare vagyok. = Hallo, ich heiße Clare.
Milyen nyelven beszélsz? = Welche Sprachen sprichst du?
Németül és angolul beszélek. = Ich spreche deutsch und englisch.

 

 

Kommentare
  1. Giorgio Magyaroni

    15. Oktober 2020

    Meine Muttersprache war nicht Ungarisch, sondern Schwäbisch und sprach diese 8 Jahre lang als ich in eine ungarische Mitte wechselte für 4 Jahre. Niemand sprach zu mir mehr Deutsch und ich vergass komplett die Schwäbische Sprache, aber ich sprach perfekt Ungarisch und vergass total die Schwäbische. Plötzlich musste ich wieder weg in eine Serbische Mitte (1945) und niemand sprach zu mir Ungarisch, aber ich habe in Handumdrehen Serbisch gesprochen und vergaß fast total das Ungarische. Dann flüchtete ich u.a. nach Deutschland und lernte erneut Deutsch. Aber bis zum heutigen Tag liegt mir die deutsche Grammatik schwer im Kopf, besonders die DIEDERDAS. Ungarisch habe ich wieder in Deutschland mir selbst beigebracht. Serbisch spreche ich auch aber mit Ösen und Hacken sei es ich bin dort und einige Tage um wieder herein zu steigen.

    Was die ungarische Sprache betreffe darf ich nicht nationalistisch behaupten, diese Sprache korrekt oder perfekt kann kein Mensch beherrschen. Da sie eine Sprache in Sprachen ist! Mit ca. 3-5.000.000 Millionen Wörter. Obwohl der dicke Értelmező szótár (Bedeutungswörterbuch) nur ca. 2.500.000 Millionen Wörter aufführt. So ein intellektueller Mensch in Ungarn benutze ca. 30.000 Wörter, aber der Durchschnitt nur 15.000 Wörter. Die Schwierigkeit liege darin, aus der Fülle von 3 bis 5.000.000 Wörter die entsprechenden 15 bis 30.000 Wörter auszuwählen ist sehr unterschiedlich, da wie gesagt die ungarische Sprache ist Sprache in Sprachen! Deswegen vermutlich die älteste Sprache der Welt, bzw. eine Sprache der vor Babylonischer Zeit.

    Die Ethnogenese „Magyar“ bedeute „Die seelenverwandte von Ma“ und „Ma“ war Göttin der Fertlität bzw. „Die Muttergöttin“ im Ungarischen „Nagyboldogasszony“ aus der später im Lateinischen auch die Ma-Dona Bezeichnung stamme unter vielem anderem. Konsequent, die ungarische Sprache hat nichts mit der „Ugro-Finnische“ Hypothese zu tun, sondern gehört zu der Ur-sprachen der Menschheitsgeschichte. Etc.

    Ich spreche zwar Ungarisch aber leider mit zu viel Germanismen in der Bedeutung verwechsle die Reihenfolge bzw. Ordnen der Wörter. Vielleicht mit ca. 15.000 Wörter.

  2. Reiner (86)

    18. April 2020

    Reiner (86)
    Vieles, was ich in diesen Beiträgen über die ungarische Sprache gelesen habe, findet meine Zustimmung, vor allem dass das Vorurteil, Ungarisch sei eine der schwersten Sprachen, einfach falsch ist. Ungarisch ist nicht schwieriger als Deutsch, im Gegenteil. Es ist nur einfach (fast) alles anders. Vieles ist leichter als im Deutschen. Hier ein paar Beispiele: Es gibt nur eine Vergangenheitsform (bei uns drei), es gibt überhaupt kein grammatisches Geschlecht (der, die, das), die Betonung liegt immer auf der ersten Silbe, man spricht (phonetisch) genau so wie man schreibt, und es gibt fast keine Ausnahmen in der Grammatik und Wortbildung. In einem der Blogs war die Rede davon, dass die ungarische Sprache „logisch“ sei. Genau das stimmt. Diese Sprache könnte von einem Mathematiker oder von einem Schachspieler erfunden worden sein. Trotz ihrer Regeltreue bietet die ungarische Sprache einen unglaublich reichen Wortschatz, um feinste Nuancen auszudrücken. In dieser Hinsicht kann sie sich durchaus mit dem Englischen messen. Ich habe mich schon mit mehreren Sprachen beschäftigt, mit durchaus unterschiedlichem Erfolg. Aber das Ungarische ist meine Lieblings-Fremdsprache geworden: a kedvenc idegennyelvem.

    1. Gaful

      24. Juli 2020

      Hallo!
      Egal wo du lebst, die dortige Sprache muss du schon beherrschen!Ich habe in Dresden gewohnt und wusste ganz genau,dass ich ohne die deutsche Sprache nicht viel erreichen kann! Bsp.Ein Slowaker hat sehr gut ungarisch gelernt und sagte zu mir:Herrlich ist dass! Jetzt kann ich die ungarische Witze lesen ,Filme im Fernsehen verstehen!Kann ich jetzt über die ungarischen Komiker im TV lachen! Mensch,was habe ich bis jetzt verpasst!
      Viel Erfolg beim ung. lernen!
      Tschüss!

  3. Reiner

    27. Februar 2020

    Zum Lernen :
    1) Alphabet und Aussprache lernen.
    2) Eine Liste mit all den vorkommenden Postpositionen und Grammatiksilben erstellen.
    3) Alle übrigen Grammatikregeln aufschreiben.
    4) Ungarische Wörter in ihre Bestandteile zerlegen. Binnen Kurzem dürfte man ein Gefühl dafür bekommen, wie diese Sprache funktioniert.
    Von meiner Erfahrung mit dem Türkischen her vermute ich, dass die ganze Grammatik sich auf nicht sehr vielen (10- 20?) DIN A4-Seiten zusammenfassen lässt.

  4. Reiner

    27. Februar 2020

    Zum Lernen :
    1) Alphabet und Aussprace lernen.
    2) Eine Liste mit all den vorkommenden Postpositionen und Grammatiksilben erstellen.
    3) Alle übrigen Grammatikregeln aufschreiben.
    4) Ungarische Wörter in ihre Bestandteile zerlegen. Binnen Kurzem dürfte man ein Gefühl dafür bekommen, wie diese Sprache funktioniert.

  5. David

    4. November 2019

    Ich heisse David und wohnte in Ungarn.
    Ich kann fliessend Ungarisch sprechen.
    Dieses ungarische Essen emtspricht meinem Geschmack.
    Könnt mich alles fragen.
    Und ich habe noch eine Frage:ist Ungarisch eine der schwersten Sprachen?

  6. Ichnicht

    29. Oktober 2019

    Wieviele stunden pro tag haben sie gelernt?

  7. Sántha Attila

    23. September 2019

    Hallo,
    Die ungarische Sprache ist krin verwante von finnisch oder andere.
    Ungarisch ist das einzigartige Sprache. So zirka 30000-40000 Jahre alt. In Bosnien wurden so alte Pyramiden gefunden wo alles Beschreibung war mit die alte Ungarische geschrieben. Kann man direkt lesen wer kenn die (Rovás irás) Buchstabe.
    Grüße Attila Santha

    1. Amalrich

      30. September 2019

      Die Meinung von Attila Sántha ist kein offizieller Standpunkt, sondern einer der heute sehr populären nazional(istisch)en Richtungen. Der Ursprung der ungarischen Sprache ist sehr unsicher und umstritten, aber sicherlich nicht 30-40.000 Jahre alt.

    2. Evetke

      5. März 2020

      Was hat es mit nationalistischbzu tun, einen alten Fehler zu korrigieren? Die Erde wurde auch lang als eine flache Scheibe proklamiert.

    3. jemand

      1. Juli 2020

      Soweit ich weiß, ist die Herkunft/Sprachfamilie sehr umstritten. Die fnno-ugrische Lehre ist, zwar offiziell anerkannt, jedoch gibt es auch andere Theorien. Es heißt oft, dass die finno-ugrische Theorie finanziert usw. wurde, aber es gibt auch Anfeindungen, die sagen dass die anderen Theorien national(sozial-)istisch sind.
      Natürlich gibt es alternative Theorien, die zuweit gehen (ist meistens überall so), aber meiner Meinung nach ist die finno-ugrische Theorie auch schon überholt und unwissenschaftlich anerkannt worden (von k.u.k. Monarchen manipuliert bzw. von denen unterstützt). Dies erhärtet natürlich den Konflikt. Ich würde mich freuen, wenn man heutzutage den Fall noch einmal untersucht, und durch wissenschftliche Untersuchung(en) eine korrektere Theorie aufstellt und anerkennt.
      LG ein ungarisch-stämmiger Österreicher

  8. Chiaramell

    4. September 2019

    Wow der gesamte Anfang wurde original von Wikipedia übernommen, sogar der Vergleich mit Deutsch und Persisch, der hier gar keinen Sinn macht, ohne deren Sprachstamm nur zu erwähnen.

  9. Jenny

    31. Juli 2019

    Ich kenne genug Deutsche, die nach Dänemark ausgewandert sind und 20 Jahre später noch kein Dänisch sprechen bzw. nur die rudimentärsten Grundkenntnisse haben. Genauso ist es in Ungarn. Viele Menschen sind einfach nicht bereit, sich auf eine Fremdsprache einzulassen, was ich persönlich absolut nicht in Ordnung finde, wenn man in dem jeweiligen Land lebt.
    Ich habe vor ein paar Wochen angefangen, Ungarisch zu lernen, und komme eher selten zum Üben, vielleicht so alle drei Tage mal eine halbe Stunde. Trotzdem kann ich schon einfache Texte lesen und würde in einem Restaurant nicht verhungern 😉
    Die Sprache erscheint mir ziemlich simpel. Die Präpositionen sind zwar nachgestellt – aber hey, in anderen Sprachen muss man auch zig verschiedene Lernen. Ob die jetzt vor- oder nachgestellt werden, das macht nun wirklich keinen Unterschied mehr.
    Ungarisch ist allerdings inzwischen auch meine … hm, mal zählen … vielte 😉 Fremsprache.
    Ich habe in der Schule Englisch, Französisch und Spanisch gelernt (die ersten beiden spreche in fließend, wenn auch nicht perfekt), später in Dänemark gelebt und dort Dänisch gelernt, dann im Studium Latein, Altgriechisch, Gotisch, Sanskrit, Lykisch (das, was davon über ist), Akkadisch und Sumerisch hinzufügen dürfen – und das meiste wieder vergessen, weil ich diese Sprachen nun wirklich nicht im Alltag nutze.

    Insofern bin ich vielleicht eine Ausnahme, weil Ungarisch mir dagegen verhätnismäßig leicht vorkommt. Sanskrit hat gefühlte tausend Fälle und für alles noch eine Dual-Form, auch bei den Verben, zig Zeitformen, … Französisch kann Anfänger/innen ebenfalls mit den vielen Zeitformen in den Wahnsinn treiben, genauso wie Deutsch.

    Dagegen kommt mir Ungarisch recht leicht und sehr überschaubar vor. Eine angenehme Sprache mit wenig Grammatik. Ja, sie ist anders, aber allemal simpler als Französisch oder ähnliche Sprachen.

    Ich denke, was die meisten abschreckt, ist die Andersartigkeit der Worte.
    Deutsch: rot
    Englisch: red
    Französisch: rouge
    Ungarisch: piros
    Da müssen wir aus dem indogermanischen Sprachzweig eben ordentlich Worte büffeln 😉 kann man kompliziert oder schwer finden – oder als Herausforderung sehen.

    1. Adam

      27. August 2019

      „Da müssen wir aus dem indogermanischen Sprachzweig eben ordentlich Worte büffeln“
      .
      Naja Jenny, nicht nur die aus dem indogermanischen Sprachzweig, sondern alle anderen. Ich glaube nicht, dass du die Sprache gut beherrschst, sonst würdest du die Sprache mit Sicherheit nicht als „simpel“ bezeichnen. Das mit Worte büffeln ist nicht alles 🙂

      Übrigens, rot ist nicht nur „piros“ sondern auch „vörös“.
      Du bestellst also vörös bort (Rotwein) und nicht piros bort.

    2. Ronn Sommer

      31. Oktober 2019

      Aber sie bekommt sicher einen Rotwein und das falsche Wort wird schmunzelnd übersehen. Daran zeigt sich doch, dass der Respekt in einem anderen Land gegeben ist.
      Übrigens habe ich auch ausländische Leute gesehen die in der Schweiz Fondue die Gabel mit Brot einfach nur in das Pfännchen stellten. Diesen hat man auch freundlich erklärt und gezeigt, dass man umrühren muss.

    3. Andreas

      15. Januar 2020

      ungarisch ist super aber schwer. ich kann es nur rudimentär. Bei unseren ungarischen Freunden in Rumänien erzählt man immer einen Witz.
      „Wisst ihr warum man im Himmel ungarisch spricht? Weil es eine Ewigkeit dauert bis man es lernt.“
      Die Ungarn wissen das. Wobei ich glaube, dass deutsch auch nicht viel einfacher ist

  10. Juergen Martini

    22. Juli 2019

    Ich habe nun ca. 15 h Ungarisch Sprachkurs bekommen, ich muss sagen dass es extrem schwer zu lernen ist. Meine Sprachlehrerin ist eine Ungarin, sie ist nicht nur nett sondern auch sehr geduldig. Meine Frau und ich wollen nächstes Jahr, also 2020, nach Ungarn auswandern, mein Ziel bis dahin lt. mich vorstellen zu können, Im Restaurant eine Bestellung aufgeben zu können und wenn möglich das eine und andere Formular ausfüllen können. Wenn ich dass in einem Jahr Ungarisch erreiche, bin ich schon zufrieden, wie gesagt, Ungarisch ist schwer.

    1. Rita

      3. November 2020

      An Jürgen: hat es geklappt mit dem Ungarischen für den Alltag?
      Wir möchten auch nach Ungarn. Waren schon dort auch. Die Sprache fällt mir schwer, kann die Worte nicht behalten! spreche perfekt Englisch, habe aber Schwierigkeiten mir selbst kleine Satzusammenstellungen zu merken.
      Liebe Grüsse, Rita

  11. Frank

    1. Mai 2019

    Ich bin Deutscher und spreche perfekt ungarisch ohne irgent ein Buch jemals in der Hand zu haben(ungarisches) , weder Lehrgang oder ähnliches. Ich habe es gelernt weil ich dort paar Jahre lebte.

    1. István

      9. September 2019

      Ja, das ist die beste Methode . Meine Frau, aus Deutschland hatte die ungarische Sprache binnen 2 Jahren perfekt gelernt, weil sie dort ständig mit ungarischen Kollegen zusammen gearbeitet hatte.
      Büffeln nützt nicht viel. Ich kann jedem nur empfehlen, falls möglich ist wenigstens 1 Jahr in dem Land zu leben (arbeiten), dessen Sprache man erlernen möchte.

  12. Nadwar60

    20. April 2019

    Sowas i
    Ich hab ab 1980 über 20 Jahre in Ungarn 1-3 mal im jahr Urlaub gemacht. Überwiegend am Balaton wo eh fast alles deutsch sprach. Ich hab erst angefangen die Sprache zu lernen alsbichnim Februar 2016 hier hin ausgewandert bin. Mittlerweile bin ich fast 3 jahre bei den Donauschwaben um Baja (Bacs Kiscun) herum. Leider können hier ein grosteil halbwegs deutsch und wollen auch deutsch mit mir reden. Von daher fällt es mir noch schwerer die Sprache zu lernen. Zudem ich auch nicht mehr der jüngste bin was auch eine rolle spielt. Ich lerne auch nur durch schreiben und reden. Und viel nachfragen. Perfekt ungarisch zu lernen ist einfach unmöglich wenn man nicht grade noch ein Kind oder Jugendlicher ist.
    Ich lebe zu 99% nur unter Ungarn. Obwohl im Nachbarort Hajos weit über 300 deutsche leben treffe ich grade mal eine Handvoll gelegentlich. Viele sind schon 10-20 Jahre hier und sprechen schlechter oder fast gar nicht ungarisch.
    Der Bericht von der jungen Dame ist sehr realistisch.

  13. Tibor

    25. Dezember 2018

    Deutsch oder Magyar beide sprachen sind einzigartig ich miss wissen stamme aus ungarn lebe seit1984 inDeutschland und bin ich 58 meine liebe. Frau spricht sehr gut ungarisch obwohl wir ni dort gelebt haben leute lebe und liebe das was ihr habt sorry viellecht mein e Deutsche grammatik ist immer noch bedürftig trozdem versuche alles beide sprachen sind wie gesagt einzigartig

  14. Mária, Budapest

    8. November 2018

    Hallo allerseits!
    Unterrichte Studenten, unter denen auch ausländische, die vorher ein Jahr Ungarisch lernen. Und sie tun es so gut, dass sie nach einem Jahr schon ein Studium in ung. Sprache aufnehmen können. So schwer kann also das Ungarische gar nicht sein. Kenne mehrere Fremdsprachen ziemlich gut und ich kann sagen, dass das Deutsche bestimmt nicht schwieriger ist als das Ungarische. Es gibt zwar kein der, die, das, und nicht so viel Verbformen, aber es gehört trotzdem nicht zu den leichtesten Sprachen. Viel Erfolg!

  15. Bennyhase

    12. Oktober 2018

    Ich denke, es ist schwieriger für einen Ungarn Deutsch zu lernen als für einen Deutschen ungarisch. Ich bin mit einer Ungarin hier in D verheiratet. Mein Sohn (13) ist deutsch-ungarisch aufgewachsen. Habe nie einen Sprachkurs besucht. Nach 15 Jahren aber verstehe ich , um welches Thema gesprochen wird. Ich würde in dem Land nicht verhungern, die Verwandschaft versteht mein Baby-Ungarisch. Ungarisch ist für mich eine „logische“ Sprache. Es gibt klare Grammatikregeln. Und mir gefällt die Vokalharmonie. Die Ungarn haben in den 50er und 60er Jahren tolle Monumentalfilme a la Ben Hur gedreht. Die Sprache im Originalton ist wunderbar zu höhren. 🙂 Damit hab ich es mir beigebracht (auf DVD mit engl. Untertiteln)

    1. Heli

      13. Januar 2019

      Ich kann nur zustimmen! Ich habe im Erwachsenenalter ungarisch gelernt, ist am Anfang schwer, weil alles anders ist. Die Grammatik ist zwar anders aufgebaut (z.B. Erscheinen unsere Präpositionen im Ungarischen als Endung am Substantiv), aber alle Grammatikregeln sind klar und haben fast keine Ausnahmen. Die Betonung ist immer auf der ersten Silbe und es wird genau so ausgesprochen, wie es geschrieben steht. Dementgegen sind die Ungarn überzeugt, die schwerste Sprache zu haben (am allerbesten wissen das diejenigen, die keine Fremdsprache sprechen). Ich denke, dass diese Überzeugung eher dem übermäßigen Patriotismus der Ungarn entspringt.
      Das Erlernen einer Fremdsprache ist in erster Linie das Ergebnis von Fleiß.

    2. Nadwar 60

      20. April 2019

      Logische Sprache ist ungarisch wohl eher nicht. Allein schon das ein a wie ein halbes o ausgesprochen wird o.ä.
      Das sagen mir selbst meine ungarischen freunde die teilweise fast perfekt deutsch sprechen! Auch kenne ich einige die 2 sprachig aufwachsen oder aufgewachsen sind im sich mit dem sprachthema auseinandersetzen.

    3. Susanne

      20. Juli 2019

      Ich bin mit 33 Jahren zum ersten Mal in Ungarn gewesen und spreche heute ungarisch fast perfekt. Ungarn denken oft, ich bin Ungarin, die in Deutschland lebt und sind erstaunt, dass es eher umgekehrt ist. Ich habe zu Beginn wochenweise dort gearbeitet, der Anteil des Aufenthalts in Ungarn ist dann immer größer geworden, allerdings war ich immer durchschnittlich mindestens jeden Monat 1 Woche auch in Deutschland. Einen Dolmetscher habe ich nur ganz zu Beginn gebraucht. Ich halte die ungarische Sprache für grammatikalisch sehr einfach. Es gibt nur 3 Zeiten, kein der-die-das, alles wird ausnahmslos phonetische geschrieben und das mit der Betonung auf der ersten Silbe stimmt auch und hilft. Wenn man diese Sprache lernen will, ist es unumgänglich zuerst zu lernen, sie zu lesen und korrekt auszusprechen. Das ist wesentlich und vielleicht die Schwierigkeit. Es gibt 44 Buchstaben. Das klingt sehr viel aber darin enthalten sind die Vokale, die es alle doppelt gibt – mit und ohne Akzent – was in den meisten Fällen nur eine Dehnung bedeutet. Einzig das vielzitierte a wird ohne Akzent wirklich anders ausgesprochen. Daneben noch eine Anzahl Doppelkonsonanten wie sz = ß oder zs = J und so weiter. Mit etwas Sprachgefühl merkt man schnell, das ungarische Wörter entweder nur hellen Vokale oder nur dunkle Vokale enthalten. Das ist wichtig für die Präpositionen, die anders als im Deutschen oft mit einem Bindevokal angehängt werden. Welcher das gerade ist, hängt von den vorhandenen Vokalen ab und das muss man intuitiv spüren oder hören.
      Ich habe nie diese Sprache systematisch gelernt aber ich war, wenn ich in Ungarn war, nur unter Ungarn, von denen der eine oder andere etwas deutsch konnte, die meisten aber nichts. Ich hatte ein Langenscheidt Taschenwörterbuch (das abgenutzteste Buch, das ich je besessen habe) aber auf was ich immer zählen konnte, war die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Ungarn, die sich immer die Mühe gemacht haben, mir etwas zu erklären. Fazit des ganzen ist für mich : Die Sprache ist nicht schwer, man muss etwas umdenken, auch beim Satzbau, man darf nicht darauf hoffen, dass man viele Worte von vornherein erkennt, wie bei indogermanischen Sprachen obwohl man auch mit deutschen Lehnsworten wie z. B. suszter = Schuster gerade in der Umgangssprache überrascht wird. Für einen höheren Grad der Perfektion ist aber Sprachgefühl unerlässlich.

  16. Eliza

    29. Juli 2018

    Hallo meine Lieben,
    ich fange gerade an die ungarische Sprache zu lernen. Ich habe Freunde in Ungarn mit denen ich normalerweise in englisch kommuniziere. Aber wir sitzen oft mit Menschen zusammen die leider kein englisch sprechen und daher würde ich gerne die Sprache lernen. Hat einer von euch Tipps wie ich die Sprache am schnellsten erlernen kann, Links, Bücher etc??
    Danke euch vorab.

    1. Homebase

      30. Juli 2018

      Hallo Eliza,
      da fragst du am besten deine ungarischen Freunde, denn die werden diese Frage bestimmt schon oft gehört haben.

      Auch Buchhandlungen können hier bei der großen Auswahl an Lernangeboten sicherlich gut beraten, da gibt es keine Standardempfehlung. In Appstores findest du ebenfalls eine Auswahl an Sprachlern-Angeboten mit entsprechender Bewertung.

      Viel Erfolg,
      deine „Studieren weltweit“-Homebase

    2. Király

      28. März 2019

      Verbringe ca. Zwei 1 Jahr in Ungarn, und Du wirst die Sprache schnell lernen. Ich habe so lange dafür gebraucht, um dann mit dem Studium zu beginnen. Hat echt gut funktioniert.

  17. gyula.schreiner@gmail.com

    24. März 2018

    Grüss Gott Allerseids,
    Christa hat Recht! Vollkommen einverstanden! Übrigens, ich bin ein Ungar…, es war für mich deutsch zu lernen auch schwierig. Alles ist schwierig, was völlig neu und unbekannt ist, nicht Wahr?
    Na ja, … bitte ein Wienerschnizel mit Pommes und Gurkensalat… das muss man schon in 2 Tagen können! Richtig zu sprechen, (schreiben und lesen!) ist schon eine andere Aufgabe! 🙂 Kann schon etwas laenger dauern.
    Wer allerdings mit ungarische Sprache, oder etw. andere („ungarische“) Hilfe braucht, sollte mit mir Kontakt aufzunehmen, ich stehe gerne zu Verfügung. Vielleicht wird es auch für mich eine gute Möglichkeit ein bisschen deutsch zu üben…
    MfG
    gyula.schreiner@gmail.com

  18. Christa

    31. Dezember 2017

    wenn man sich lange genug vorsagt, ungarisch ist für Ausländer schwer zu erlernen, ist das immer wieder eine schöne Entschuldigung für viele, es gar nicht zu probieren. Wahrscheinlich versuchen deshalb soviele Ausländer, die nach Ungarn einwandern, gar nicht erst, diese wunderbare Sprache zu erlernen. Seltsamerweise aber sprechen die Ungarn oft ein sehr gutes Deutsch. Das mussten sie ja auch mal lernen. Im Umkehrschluss heißt das dann wohl, dass Ungarn einfach Sprachgenies sind. Denn Deutsch dürfte selbst für einen Ungarn nicht einfach zu erlernen sein, das ist für viele Deutsche schon ein Buch mit sieben Siegeln.
    Ungarisch ist im Gegensatz zur deutschen Sprache logisch aufgebaut und die Grammatik ist weit übersichtlicher und reduzierter. Hier muss sich niemand mit der, die, das – was sich im Plural schon wieder ganz anders darstellt – auseinandersetzen.
    Ich liebe die ungarische Sprache, bin selbst aus Bayern, schon nahe an den 60 und lebe nun das zweite Jahr in Ungarn. Mittlerweile habe ich selbst eine kleine Sprachkursrunde ins Leben gerufen, die mit Eifer die Sprache jede Woche auf das Neue entdecken lernt. Keine jungen Leute, sondern alle im reifen Alter. Es geht, wenn man endlich den blöden Satz aus dem Hirn streicht – ungarisch ist eine der schwierigsten Sprachen der Welt – und sich damit gleich selbst von der Lernbereitschaft blockiert. Und mal ehrlich, wenn man in Ungarn lebt, dann sollte nach fünf Monaten schon mehr möglich sein, als das Essen zu bestellen, sich vorzustellen und nach dem Namen des Gegenüber zu fragen. Das hat meine Sprachrunde mit wenig Kontakt zu Ungarn schon nach drei Monaten gekonnt und weit mehr.
    Ich wünsche euch ein unverkrampftes Entgegengehen an diese wunderbare Sprache, entdeckt sie und ihr werdet erkennen, wieviel Poesie in ihr steckt.

    1. Inga

      10. Februar 2018

      Hallo Christa,
      das sehe ich genauso. Ungarisch ist eine wunderbare Sprache, die zu lernen es lohnt. Zwar bin ich blutige Anfängerin und allein auf weiter Flur, doch ich bemühe mich. Ich wäre sehr glücklich, hätte ich eine Gruppe zum gemeinsamen Lernen in der Nähe!
      Weiterhin viel Glück und Freude in und mit Ungarn!

    2. RoliBaci

      31. Juli 2018

      Hallo Christa,
      wir leben auch das 2te Jahr in Ungarn, kommen aus Bayern und haben auch dein Alter. Wir möchten natürlich auf ungarisch kommunizieren, aber es wird uns schwer gemacht. Wir leben am NW-Ufer vom Balaton und hier wird deutsch gesprochen. Im Restaurant, in allen Geschäften, selbst auf dem Markt, wird dir auf deutsch geantwortet. UND … lernen, das heisst verstehen und sprechen … geht nur über das tägliche Anwenden der Sprache. Wo ist deine kleine Sprachrunde? Würdest du uns noch aufnehmen, natürlich nur, wenn es auch von der Entfernung her für uns passt? Wir freuen uns auf deine Antwort 🙂

    3. Nadwar60

      20. April 2019

      Damit hast du sowas von recht. Hier sprechen die meisten die teilweise sogar schon 20 Jahre und länger in Hajos leben oder über Monate im jahr hier leben kein ungarisch oder sehr schlecht. In den gut 3 Jahren wo ich hier lebe kann ich mich zumindest auch auf Ämtern verständigen. Und ich lerne nur durch ungarn die kein deutsch können, was hier nicht so oft der fall ist oder durch schreiben in Chats, wo ich den Übersetzer nutze wenns mir unverständlich wird und dadurch immer wieder neue Wörter aufschnappe, und man auch weitgehendes die richtige Aussprache abhören kann. Vor allem mit den abostrophen bei den selbstlauten.
      Anfangs dachte ich die veräppeln mich, wo ich ein Borsodi bestellt hab und sie mich nicht verstand. Ich zeigte auf die Flasche und sie sagt, ahh Borschodi. Da fing ich auch gleich an mich mit der Aussprache zu beschäftigen. 😀

    4. Cornelia Oexemann

      4. Januar 2020

      Hallo Christa,
      habe soeben ihre Geschichte gelesen, denn mein Mann und ich wollen endgültig 2021 nach Ungarn auswandern. Wir machten bereits einen Urlaub dort und der zweite ist im Mai 2020 für 3 Wochen geplant. Denn in dieser Zeit wollen wir viel mehr von Ungarn kennen lernen.
      Wo leben Sie? Wäre schön wenn es im Balaton wäre-Heviz/Kestely , denn dort suchen wir eine Wohngemeinschaft für Ältere. Wir sind beide im gesetzten Alter-74 und 82 Jahre; und ich im Rollstuhl. Vielleicht können Sie uns dabei helfen eine WG zu finden. Ich weiß nur, das sehr viele Deutsche in der Gegend bereits leben. Ich suche nämlich jetzt schon Kontakte bereits zu bekommen. Damit man sich schon mal schreiben kann oder könnte.
      Es wäre wunderbar wenn Sie uns dabei behilflich sein könnten und freue mich auf eine positive Rückantwort. Bis dahin verbleibe ich mit freundlichem Gruß
      Cornelia

  19. Eva Demeter

    5. Dezember 2017

    Ich empfehle dir das (uralte) Buch „ungarisch für Ausländer“, und die Facebook Gruppe“die ungarische Sprache…und sprechen, sprechen, sprechen! Ob falsch(Aussprache) oder nicht,egal! Ohne Übung wird’s nix… Liebe Grüße von einer Ungarin…

    1. Dagmar / Dortmunderin

      9. Oktober 2018

      Hallo zusammen, ich lebe in Deutschland, war aber mit einem Ungar verheiratet. Ich habe mir die ungarische Sprache auch über das Buch „Ungarisch für Ausländer“ selbst beigebracht und gut gesprochen. Leider kann ich es nicht mehr so gut, weil, wie schon geschrieben wurde, mir die Übung fehlt. Mittlerweile höre ich wieder öfter ungarisches Radio, um meine Kenntnisse aufzufrischen. Ich finde und fand die ungarische Sprache immer leichter als z. B. deutsch (bezüglich Grammatik), aber ich denke, da hat wohl jeder seine eigene Meinung dazu. Ich höre und spreche auf jeden Fall gern ungarisch.

    2. Sándor

      11. Mai 2019

      Minden jót aus Berghofen!
      Sándor!

  20. Peter

    7. November 2017

    Hi Clare
    Dk f d Kommentar. Fange nächsten Mo an magyar zu lernen. Dir weiterhhin viel Motivation.
    Gruss
    Peter

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