Ein Jahr Harvard. Ein Jahr am schönsten Ort der Welt. Es folgt das große Finale dieses Blogs: In dieser letzten Folge frage ich mich, was eigentlich von einem Jahr in Harvard bleibt. Ich erzähle von den unschönen Wahrheiten, die dieser Ort mit sich bringt, von den schönen, die ich kaum in Worte fassen kann, und von der göttlichen Frage, die mich überhaupt erst nach Harvard geführt hat: Habe ich den lieben Gott gefunden? Dieser Beitrag ist eine Reflexion und der Versuch eines Loslassens. Kommt mit auf einen letzten Spaziergang durch den Harvard Yard.
Als Theologen suchen wir nach der Ewigkeit, nach dem, was Karl Rahner das Unbegreifbare genannt hat. Als Theologen suchen wir nach dem Was bleibt. Was bleibt also nach einem Jahr in Harvard? Was bleibt nach einem Jahr am schönsten Ort der Welt: Ich habe gelernt, gelesen, gelacht, geweint, geliebt – aber vor allem habe ich gelebt. Seit 1836 trägt die Harvard University das Motto Veritas – Wahrheit. Heute also die letzte Folge dieses Blogs: ein Abschied, eine Reflexion, eine Kontemplation, der Versuch eines Loslassens. Folge 9: Veritas – Was bleibt?!
Buch 1: Die unschöne Wahrheit
Harvard hat mich an meine Grenzen gebracht und darüber hinaus. Obwohl ich mich in Harvard unfassbar wohl gefühlt habe, kann ich nach einem Jahr feststellen, dass Harvard auch negative – um in der Gen-Z-Sprache zu bleiben – toxische Seiten mit sich bringt. Ich habe im letzten Jahr selten mehr als 5 Stunden pro Nacht geschlafen, ich habe krass abgenommen, habe mich stellenweise unfassbar schlecht ernährt und war wahrscheinlich so oft krank wie noch nie zuvor in meinem Leben. Das hat sicherlich auch mit meiner grundsätzlichen Einstellung zu tun, alles aus diesem Jahr herausholen zu wollen, aber wer in Harvard studiert, bezahlt zu einem gewissen Punkt mit seiner körperlichen Gesundheit. Das liegt vor allem am extremen Druck, der eigentlich konstant herrscht. Interessant ist dabei, dass weder die Professoren noch die Universität insgesamt diesen Druck aktiv ausüben würden. Vielmehr entsteht der schlichtweg dadurch, dass in Harvard fast ausschließlich unfassbar ehrgeizige Menschen studieren. Das kreiert nahezu eine Spirale des gegenseitigen Anspornens, bei dem man immer noch ein bisschen mehr lernt, um besser als der Sitznachbar in der Bibliothek zu sein. Jonathan war gestern bis 23 Uhr da, dann bleibe ich heute bis 24 Uhr. Man könnte positiv gewendet sicherlich sagen, dass dies einen dazu bringt, über die eigenen Grenzen zu gehen – das stimmt sicherlich auch, ich habe noch nie so viel gelernt und gearbeitet wie in diesem Jahr –, aber es hat sicherlich auch die Tendenz, ins Toxische abzugleiten.
In Harvard zu studieren, bedeutet auch die Bereitschaft, Opfer zu bringen, die bis an die eigene Schmerzgrenze gehen. Ich habe gerade unter meinen internationalen Kommilitonen unfassbar viele Beziehungen und Partnerschaften zu Bruch gehen sehen, weil meine Kommilitonen nicht mehr die Zeit und vor allem Kraft hatten, um neben dem fordernden Studium auch noch ausreichend Energie in eine Beziehung zu investieren. Das hat sicherlich etwas mit persönlicher Prioritätensetzung zu tun, denn ja eine Person, die es nach Harvard geschafft hat, wird wahrscheinlich immer ihre eigene akademische Karriere gegenüber einer Beziehung präferieren; die Konsequenzen für das individuelle Privatleben sind aber krass. Das zeigt sich noch in einer anderen Dynamik: In Harvard kämpft jeder erst mal für sich selbst. Ich habe in Harvard unfassbar tolle Menschen kennenlernen dürfen und Freunde fürs Leben gefunden, aber trotzdem kämpft im Unialltag jeder und jede erst mal für sich selbst. Das heißt, erst wird die eigene Hausarbeit fertig gemacht, erst wird das eigene Ziel erreicht, bevor anderen geholfen wird. Diese Dynamik ist vor dem Hintergrund der Menschen, die in Harvard studieren, sicherlich nicht überraschend und deckt sich mit den ehrgeizigen Charakteren, aber diese Verhältnisse gehören eben auch zur Wahrheit über Harvard dazu. Das ist auch Veritas. Ich hatte in meinem Jahr in Harvard so gut wie nie Heimweh, obwohl ich kein einziges Mal zuhause war. Ich habe mich immer unfassbar wohlgefühlt und dem richtigen Ort zugehörig gefühlt. Aber wenn ich reflektiere, was mir aus Deutschland gefehlt hat, dann ist es vor allem die deutsche Gradlinigkeit. Das ist eher ein kultureller Unterschied zwischen Deutschland und Amerika und nichts Harvard-Spezifisches, aber gerade im Unialltag in Gesprächen mit Kommilitonen und vor allem bei gemeinsamen Uniprojekten habe ich mich oft nach der deutschen Direktheit gesehnt, weil es das Arbeiten mit Feedback und die kritische Kommunikation deutlich einfacher macht.
Wenn ich auf diese unschöne Wahrheit blicke und reflektiere, was von diesen unschönen Wahrheiten bleibt, dann ist es vor allem eine Sache: eine Sucht nach Produktivität. Gerade weil ich in Harvard de facto nie Freizeit hatte, sondern immer gearbeitet oder für die Uni gelesen habe, bin ich es überhaupt nicht mehr gewohnt, Freizeit zu haben. Selbst nach meiner Rückkehr nach Deutschland merke ich, dass es mir unfassbar schwerfällt, nichts zu tun. Ich muss mich immer beschäftigen, weil das Ausleben von Freizeit und Nichtstun in mir ein schlechtes Gewissen auslöst. Ob das jemals weggeht, weiß ich aktuell noch nicht. Es ist sicherlich die unschönste Narbe, die Harvard hinterlassen hat. Und dennoch, trotz alldem, trotz all dieser unschönen Wahrheiten würde ich alles genauso nochmal machen…
Buch 2: Die schöne Wahrheit
Es fällt mir in dieser letzten Folge meines Blogs schwer, in Worte zu fassen, was die schönen Wahrheiten aus meinem Studium in Harvard sind. Nicht nur, weil es einfach unzählige Aspekte zu benennen gibt, sondern auch weil es wirklich schwer ist, nach außen zu kommunizieren, wie besonders dieser Ort ist. Vielleicht probiere ich es mal mit dieser Metapher: Der Abschied von Harvard hat sich wie die Beendigung einer romantischen Beziehung angefühlt – Liebeskummer inklusive. Ich habe immer gesagt, dass Harvard für mich der schönste Ort der Welt ist. Das fängt schon bei der Ästhetik des Ortes an. Wer einmal das Privileg hatte, durch den Harvard Yard bei Sonnenaufgang zu schlendern, in der Annenberg Hall zu essen oder in der Harvard Law Library Bücher zu lesen, der weiß, dass die Besonderheit Harvards schon bei der Ästhetik des Ortes beginnt. Es macht einfach etwas mit einem, wenn man an diesem ehrwürdigen Ort sein darf. Nicht nur, dass das Lernen an schönen Orten mehr Freude bereitet, sondern auch, dass die alten Gebäude und der ganze Ort an sich eine nahezu magische Wirkung zu haben scheinen. In Harvard wird man geradezu dazu verleitet, groß zu denken.
Und natürlich ist da das intellektuelle Klima, das in Harvard wirklich unreal ist. Das fängt bei den Kursen und Seminaren an. Die Professoren sind nicht nur Koryphäen auf ihren Gebieten, sondern ermöglichen auch durch die stark auf Diskussion ausgelegten Kurse eine intellektuelle Gesprächsatmosphäre, die sich wirklich ihren Namen verdient. Kein Gedanke ist zu verrückt, um geäußert zu werden; das Meinungsspektrum ist groß und die Tiefe der Auseinandersetzung mit Texten und Theorien geht über alles hinaus, was ich bisher gesehen habe und wahrscheinlich sehen werde. Gleichzeitig ist die Atmosphäre in den Kursen nur so besonders und das Niveau nur so hoch wegen meiner ganzen einmaligen Kommilitonen. In Harvard war ich von Studenten umgeben, die einfach unfassbar motiviert waren, zu lernen und tief in Themen einzusteigen. In den Seminaren hatte jeder alle Texte gelesen und meist darüber hinaus noch weitere Lektüre vorbereitet. Die Motivation war jede Woche wahnsinnig hoch, was gerade in Geisteswissenschaften ein entscheidender Faktor ist, da diese Studiengänge maßgeblich von Austausch und Diskurs leben. Hinzu kommt die unfassbare akademische Freiheit, die wir als Studenten in Harvard zugesprochen bekommen. De facto gibt es keine Kursanforderungen, sondern man kann belegen, was man will. Meine Freunde und ich haben scherzhaft immer gesagt, dass man in Harvard eine Hausarbeit über Einhörner schreiben könnte, wenn man das denn wollte. Dieses Freiheitspotenzial ermöglicht es nicht nur, sich mit Themen und akademischen Fragestellungen zu beschäftigen, die einen wirklich interessieren, sondern auch sich ausprobieren zu können. Dieses akademische Umfeld war sicherlich ein maßgeblicher Faktor, warum ich in Harvard so glücklich war.
Menschen, keine Mauern. Dieses Motto, welches bis vor einigen Jahren der Leitspruch des Collegium Albertinums in Bonn war, bringt es für mich auf den Punkt, warum Harvard der schönste Ort der Welt ist. Ja, die Bibliotheken in Harvard sind fancy, ja, die Dining halls sehen nicht nur gut aus (besonders das Adams house mit seinem gold room – ja, ein Raum aus Gold – ist beeindruckend), sondern machen auch unfassbar leckeres Essen, und ja, einige der Clubs und Fakultäten gehören sicherlich zu den schönsten Gebäuden, die ich in meinem Leben gesehen habe. Aber all das, all diese Mauern sind nicht das, was Harvard zu Harvard macht. Es sind die Menschen! Wenn eine Sache aus meinem Jahr in den USA bleibt, dann sind es für mich die unendlichen Begegnungen mit inspirierenden, bereichernden und einfach großartigen Menschen. Ja, man kann auch in Berlin, München oder Köln interessante Charaktere treffen, aber in Harvard ist die pure Konzentration einfach unbeschreiblich oder, um einen Anglizismus zu verwenden, out of this world. Eines der Dinge, auf die ich sehr stolz zurückblicke, ist die Tatsache, dass ich jede Woche mit mindestens einer neuen Person Kaffee trinken war. Mit Kommilitonen, die ich in der Bibliothek, beim Sport oder in der Mensa kennengelernt habe und die eine spannende Geschichte mitbringen. Diese Kaffeegespräche zählen zu den wahrscheinlich inspirierendsten Begegnungen, die ich in meinem Leben machen durfte. Zu meinen Eltern habe ich irgendwann mal gesagt, dass diese Coffee-Dates süchtig machen, denn die Möglichkeit, ständig mit neuen Gedanken, Ideen und Argumenten konfrontiert zu sein, war für mich das Erfüllendste überhaupt. Ich bin immer wieder gefragt worden, wer die spannendste Person war, die ich in meinem Jahr in Harvard kennenlernen durfte, und ich muss ehrlich sagen, dass ich bis heute keine Antwort darauf geben kann. Da war mein Freund Nuriel, der Politiker werden möchte und die wahrscheinlich charismatischste Person ist, die ich jemals kennenlernen durfte. Da war mein Kommilitone Jacob, der ein Unternehmen zur Produktion von Musikinstrumenten geleitet hat und jetzt Buddhismus studiert und dies mit ethischen Reflexionen über AI kombiniert. Und da war meine Freundin Susanna, die aus Armenien kommt, dort beim Roten Kreuz an der Front gedient hat und sich jetzt auf politische Theologie spezialisiert hat. Ich will sagen: Ich hatte in Harvard das Privileg, die wahrscheinlich spannendsten Menschen der Welt kennenzulernen und mit diesen lernen, diskutieren und leben zu dürfen. Und genau diese Menschen machen Harvard zum schönsten Ort der Welt.
Und dann war da ja noch Boston. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich, bevor ich nach Harvard gegangen bin, wenig mit Boston beschäftigt habe. Denn meine Standortentscheidung habe ich maßgeblich wegen der Universität getroffen, und Boston war eher so ein Add-on, was ich halt dazu bekam. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich mich absolut in Boston verliebt habe. Die Lebensqualität ist unfassbar hoch, die Stadt fühlt sich nach der perfekten Mischung aus Europa und Amerika an, es gibt gut angezogene Menschen (hallo preppy style), leckere Kaffees und unglaublich viel Kunst und Kultur. Meinen deutschen Freunden habe ich immer gesagt, dass Boston sich anfühlt wie Berlin-Charlottenburg, die perfekte Kombination aus gutbürgerlich und cool. Aber nicht nur Boston, sondern ganz New England hat es mir angetan. Die schönen Wälder und vor allem die Nähe zum Wasser sind natürlich atemberaubend. Wer einmal auf Cape Cod Austern gegessen hat, wird nur schwer einen schöneren Ort für Sommerurlaube finden. Gegen Ende meiner Zeit hatte ich auch noch das Glück, eine Person aus Boston zu daten, was mir nochmal die Möglichkeit gegeben hat, die Stadt und Region mit der Brille eines true Bostonian zu erkunden. Heute kann ich sagen, dass ich mir definitiv vorstellen könnte, 5 oder 10 Jahre in Boston zu leben. Die Stadt ist ein Traum und sie bietet unfassbare Möglichkeiten, ohne die verrückten Eskapaden, die etwas zu New York dazugehören.
Was bleibt also als schöne Wahrheit aus meinem Jahr in Harvard? Definitiv die Erkenntnis, dass ich unfassbar viel daraus ziehe, neue Menschen kennenzulernen, interessante Gespräche zu führen und verschiedene Charaktere zusammenzubringen. Und wer weiß, vielleicht kann man auch in Deutschland ähnliche Erfahrungen machen?
Buch 3: Die göttliche Wahrheit
Zwischen Harvard und Herrgott lautete ja der Titel dieses Blogs, denn ich bin vor allem mit einem Ziel nach Harvard gegangen: den lieben Gott zu finden beziehungsweise ihm zumindest ein Stück näher zu kommen. Wie sieht es also an der theologischen Front nach einem Jahr in Harvard aus?
Zunächst einmal ist Harvard ein extrem säkularer Ort, was eigentlich überraschend ist, denn nicht nur Namensgeber John Harvard war Theologe und Pfarrer, sondern die gesamte Universität wurde 1636 vor allem mit dem Ziel gegründet, Theologen auszubilden für die Missionierung der Neuen Welt. Von diesem christlichen Erbe ist auf dem Campus nicht mehr so viel übrig, selbst das Motto Veritas christo et ecclesiae wurde in einem Säkularisierungseifer einfach auf das heute weltweit berühmte Veritas verkürzt. Harvard war für mich als katholischer Theologe also vor allem ein Kontrastraum, aber genau darin lag auch der Reiz und das Ziel meines Jahres dort, denn ich wollte ganz bewusst in einer multireligiösen Gemeinschaft dem lieben Gott näherkommen. Diese Erfahrung hat sich definitiv ausgezahlt, denn mit Studenten aus mehr als 35 religiösen Traditionen über das Göttliche zu diskutieren, mit ihnen gemeinsam zu beten und die großen Fragen des Lebens zu reflektieren, war nicht nur intellektuell, sondern vor allem persönlich und geistlich bereichernd. Ich habe in meinem Jahr nicht nur Einführungskurse in die Theologie ostasiatischer Traditionen belegen können, sondern auch an hinduistischen, buddhistischen und indigenen Ritualen teilnehmen können. Das berührt selbstverständlich mein eigenes Gottesbild und meine eigene Theologie. Einerseits stelle ich mir nach dem Jahr in Harvard nochmals stärker die Wahrheitsfrage, wie kann ich mir als Christ sicher sein, dass meine Religion die richtige ist? Wenn man hier überhaupt von richtig sprechen kann. Andererseits bin ich auch deutlich konservativer geworden, denn ich habe auch die Grenzen von multireligiösem Dialog gesehen. Wenn man die heißen Fragen (beispielsweise ist Jesus ein Prophet oder der Sohn Gottes) ausklammert, um keine unangenehme Atmosphäre zu kreieren, dann verschwendet man Potenzial. So schön dieses multireligiöse Umfeld auch ist, ab und zu habe ich mich auch nach einem katholischen Rückzugsort gesehnt und diesen in Boston bei den Jesuiten am Boston College und bei den Assumptionists gefunden. Hier konnte ich gute Gespräche über neue Fragen der katholischen Theologie führen, Weihnachten und Ostern feiern und der Frage nach meinem Platz in der Welt näherkommen. Für diese anderen Räume bin ich ebenfalls unfassbar dankbar. Gerade die Kombination aus multireligiöser Fakultät auf der einen und katholischen Räumen auf der anderen Seite hat mein Jahr besonders gemacht und zeigt sicherlich auch nochmal, wie breit die religiöse Landschaft von Boston aufgestellt ist.
Aber wie ist das nun, habe ich den lieben Gott denn gefunden? Ich würde hier eine ganz jesuitische Antwort geben. Wenn wir Gott in allen Dingen finden können und ich in Harvard ein Gefühl der Erfüllung verspürt habe, was ich vorher an keinem anderen Ort in meinem Leben verspüren durfte, dann ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass auch dort Gott zugegen ist. Noch nie war ich so glücklich in meinem Leben wie in Harvard. Als Theologe muss ich hier die denkerische Option integrieren, dass der liebe Gott zumindest nicht ganz abwesend von meiner Zeit in Harvard war. Dass der Traum eines Studiums in Harvard, den ich, seit ich 15 bin, hatte, Realität geworden ist, ist definitiv nicht nur meiner eigenen Leistung zu verdanken, sondern vor allem auch ein Geschenk des Himmels. Der liebe Gott hat es gut mit mir gemeint. Nicht ohne Grund trägt mein Harvard Class ring die Inschrift Deo gratias.
Ein Abschied auf Zeit?
John F. Kennedy, der 35. Präsident der USA, eine der am meisten mythologisierten Figuren der US-Geschichte und selbst Harvard Alumnus, schrieb in seiner Bewerbung für Harvard den legendären Satz „to be a Harvard man is an enviable distinction.“ Auch ich bin zu einem Harvard man geworden. Das erfüllt mich natürlich mit Stolz, aber vor allem auch mit einem Gefühl von Dankbarkeit, Demut und Verantwortung. Diese enviable distinction, von der Kennedy sprach, liegt für mich in dem einmaligen Kosmos aus Menschen, Erlebnissen und Erfahrungen, den ich betreten und erleben durfte. Ich hatte in Harvard die wahrscheinlich beste Zeit meines Lebens. Und diese alte ehrwürdige Institution wird immer einen ganz besonderen Platz in meiner Biografie, aber vor allem auch in meinem Herzen einnehmen. Harvard ist und bleibt der schönste Ort der Welt. Vielleicht müsste man einfach wiederkommen…
Bis dahin, over and out!
