20. Januar 2026
Die Winterfeiertage bedeuten für mich normalerweise Familie und Zuhause. Dieses Jahr habe ich Weihnachten und Silvester jedoch auf der anderen Seite der Welt verbracht: in Japan.
Warum ich trotzdem schöne Feiertage hatte und was ich in der Zeit gemacht habe erfahrt ihr hier.
Weihnachten fern von zu Hause
Für mich war es das erste Weihnachten fern von zu Hause, ohne Familie und meine eigentlichen Freunde. Das hat sich dann auch in der Weihnachtsstimmung widergespiegelt. Heimweh hatte ich nicht, aber Weihnachtsstimmung kam trotzdem kaum auf. Um aber trotzdem etwas in Stimmung zu kommen, sind wir zu einem Weihnachtsmarkt gegangen, der an einem deutschen Weihnachtsmarkt angelehnt ist.
Und das hat sich gelohnt. Zwar war der Weihnachtsmarkt nicht besonders groß, aber mit seinem klassischen Hüttendesign und viel deutschem Essen fühlte es sich an wie in Deutschland und brachte mich schließlich doch in Weihnachtsstimmung.
An Heiligabend bin ich mit anderen Studierenden aus Osnabrück in ein Yakiniku-Restaurant essen gegangen, und wir haben uns auch eine Kleinigkeit geschenkt. Es war zwar nicht traditionell wie zu Hause, aber trotzdem ein sehr schöner Abend.
Am ersten Weihnachtstag haben wir zusammen mit den anderen „Internationals“ im Wohnheim gekocht. Dabei hat jeder etwas aus der Küche seines Heimatlandes beigesteuert – von mir gab es Rouladen.
Dieses Weihnachten war anders als sonst, aber ich habe es mit neuen Freunden verbracht und viele neue Gerichte probiert. Allein deshalb bin ich froh, über Weihnachten in Japan geblieben zu sein.
Meine Feiertage
Wie ich Weihnachten und Neujahr verbracht habe, kannst du sonst auch hier auf meinem Instagram sehen.
Start ins neue Jahr
Genau wie Weihnachten war auch Silvester anders als ich es aus Deutschland kenne. Während dort normalerweise viel geböllert und Raketen gezündet werden, gab es das in Tokio fast gar nicht. Nur um Mitternacht fand ein von der Stadt organisiertes Feuerwerk statt, das allerdings nur wenige Minuten dauerte. Das liegt vor allem daran, dass Silvester in Japan ganz anders gefeiert wird.
Hier geht es weniger um große Partys, sondern darum, den Abend im Kreis der Familie zu verbringen. Viele reisen dafür in ihre Heimat zurück. Das neue Jahr wird traditionell mit einem Tempelbesuch eingeläutet. Trotzdem gab es auch einen Countdown am Tokyo Metropolitan Government Building, den ich gemeinsam mit den anderen Internationals besucht habe.
Am nächsten Morgen bin ich dann einer japanischen Tradition gefolgt: dem Hatsumōde. Dabei besucht man zu Beginn des neuen Jahres einen Schrein oder einen Tempel, um sich für das vergangene Jahr zu bedanken und für Glück und Gesundheit im kommenden Jahr zu beten.
Die Feiertage waren definitiv anders, aber trotzdem gut. Vor allem Silvester in Japan hat mir sogar besser gefallen als in Deutschland, weil es ruhiger und entspannter war.


