studieren weltweit
Fünf Tipps für die WG-Suche in Frankreich

Fünf Tipps für die WG-Suche in Frankreich

WG gesucht? Ein Dauerthema – auch im Ausland! Worauf du bei der WG-Suche in Frankreich achten solltest, das habe ich hier zusammengefasst.

Tipp 1: Die richtigen Plattformen kennen

Zu Beginn habe ich mir die Frage gestellt, wo ich überhaupt nach Anzeigen suchen kann. Während in Deutschland Plattformen wie wg-gesucht.de genutzt werden, sieht es in Frankreich etwas anders aus.

Hier sind meine drei Lieblingsseiten, wenn es um die WG-Suche für mein Auslandssemester ging:

Darüber hinaus wird in Frankreich in vielen Alltagssituationen Facebook verwendet – auch wenn es um die WG-Suche geht. Ich würde empfehlen, möglichst vielen Facebook-Gruppen für die jeweilige Stadt beizutreten. Oft gibt es auch eine Gruppe für die Gasthochschule – so war es jedenfalls bei mir mit der Sciences Po Grenoble.

Übrigens nicht wundern, wenn die Anzeigen etwas anders geschrieben sind als in Deutschland! Oft sind es die Vermieter:innen, die das Gesuch online stellen – während das in Deutschland meist die Mitbewohnenden übernehmen. Davon also nicht abschrecken lassen!

Tipp 2: Die richtigen Vokabeln kennen

Ich komme zu meinem Lieblingsthema: Sprache! Wer eine WG in Frankreich sucht, kommt nicht drum herum, einige Vokabeln zu kennen. Die wichtigsten Begriffe habe ich im Folgenden aufgezählt:

  • le logement = die Unterkunft
  • la colocation [Abk.: coloc] =  die WG
  • le bail / le contrat de location  = der Mietvertrag (das Wort „bail“ wird aber auch in vielen anderen Zusammenhängern verwendet)
  • louer qc. = etw. mieten
  • la sous-location = die Untermiete
  • le dossier de location = die Bewerbungsmappe für die Wohnungssuche
  • le dépôt de garantie = die Kaution
  • le/la propriétaire = die/der Vermieter:in
  • l’état des lieux = das Wohnungsabnahmeprotokoll

Tipp 3: Bürgschaft und RIB

Bevor der Mietvertrag unterschrieben wird, wird in vielen Fällen nach zwei Dokumenten gefragt: Zum einen wird häufig eine Bürgschaft verlangt, also eine Person, die im Zweifelsfall für die Miete aufkommt. Hier empfehle ich „Visale“, das ist für Studierende kostenlos  und kann online beantragt werden. Eine Anleitung hierzu findest du beispielsweise von Campus France.

Außerdem wird in Frankreich (nicht nur im Zusammenhang mit der Wohnungssuche) häufig nach der RIB gefragt. Diese Abkürzung steht für „Relevé d’identité bancaire“ und wird von französischen Banken automatisch ausgehändigt. Wer (wie ich) kein französisches Bankkonto besitzt, kann jedoch auch Name, Anschrift und Kontoverbindung in einem Dokument zusammenschreiben. In der Regel reicht das aus.

Tipp 4: Vorsicht vor Betrüger:innen

Schwarze Schafe gibt es überall, auch in Frankreich. Deshalb hier eine kleine Erinnerung, auf Nummer sicherzugehen. Gerade im Internet sind viele Anzeigen ein Fake, mal mehr und mal weniger offensichtlich. Ich persönlich habe deshalb immer auf ein persönliches Videogespräch bestanden und vor Vertragsunterzeichnung um den Scan eines Ausweisdokuments gebeten. Den französischen Mietvertrag habe ich außerdem von Freund:innen gegenlesen lassen: Sicher ist sicher!

Tipp 5: Wohngeld beantragen

Der letzte Tipp ist nützlich, wenn du bereits eine Unterkunft gefunden hast, dir jedoch wegen der Finanzierung unsicher bist. In Frankreich können Studierende (auch internationale Studierende), das sogenannte CAF (caisse d’allocations familiales) beantragen, eine Art Wohngeld. Es müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Ich selbst habe kein Wohngeld beantragt, weiß aber von anderen Studierenden, dass das Antragsverfahren gut zu meistern ist. Um hier nicht allzu in die Tiefe zu gehen, verlinke ich deshalb den Link mit weiteren Details von Campus France.

Hast du noch Fragen?

Mehr zu #Finanzierung

Video aktivieren

Zum Aktivieren des Videos klicke bitte auf "Video laden". Wir möchten dich darauf hinweisen, dass nach Aktivierung Daten an YouTube übermittelt werden. Mehr dazu findest du in unserer Datenschutzerklärung