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ABC der Wohnungssuche — Frankreich Edition

ABC der Wohnungssuche — Frankreich Edition

Wo werde ich im Auslandssemester wohnen? Wo finde ich eine Wohnung oder ein WG-Zimmer? Ist es überhaupt möglich, diesen Punkt schon vorher aus Deutschland anzugehen? So viele Fragen, die ich hatte und diese Wohnungssuche war definitiv etwas, das mir das meiste Kopfzerbrechen bereitet hat. Allerdings lief es dann irgendwie doch super schnell und unproblematisch ab. Deshalb kommen hier ein paar Tipps für eine entspanntere Wohnungssuche.

Triff dich mit Locals

Ich hatte wirklich richtig Glück. Ich habe über das Buddysystem einen einheimischen Studierenden hier vor Ort zugewiesen bekommen, der mich bei allen organisatorischen Sachen unterstützt. Dafür musste ich mich nur auf der kostenlosen Buddy System-Plattform anmelden und ein Profil erstellen. Da musste ich dann ein paar Fragen wie meinen Studienort, Alter, meine Hobbys, mein Ankunft- und Abreisedatum und so weiter beantworten. Am nächsten Tag hatte ich dann bereits eine Mail von meinem zugewiesenen Buddy Bryan.

Bryan studiert Deutsch, war bereits für drei Monate in Deutschland und war von Anfang an sehr hilfsbereit bei all meinen Fragen. Und auch bei der Wohnungssuche! So hat er mir dann Zeitungsartikel und Wohnungsanzeigen weitergeleitet. Und hier war die erste direkt ein Volltreffer! Ich habe mit der Vermieterin telefoniert und sie hat mich direkt in die WG-Whatsappgruppe hinzugefügt. Dadurch konnte ich direkt mit meinen zukünftigen Mitbewohnerinnen Kontakt aufnehmen. Mit Rebecca, meiner deutschen Mitbewohnerin, habe ich dann zusammen die Flüge nach La Réunion gebucht und wir haben uns dann in Paris am Flughafen getroffen. Mir persönlich tat es gut, die Möglichkeit zu haben, sich vorher schon auszutauschen. Außerdem waren schon zwei Mädels da und wir konnten uns dann auch nochmal mehr Bilder schicken. Die Vermieterin hat mir dann auch einen Mietvertrag zugesendet und meinte aber, dass wir alles Andere dann vor Ort machen.

Für mein erstes Erasmussemester in Nizza (2019) hatte ich leider kein Glück und es lief alles komplett anders. Deshalb kann ich nur sagen: Überweise vorher kein Geld! Auch keine Kaution und auch dann nicht, wenn du einen vermeintlichen Mietvertrag hast. Mehr brauche ich dazu glaube ich nicht sagen. 😀

4 Mädchen von Nahem, alle lachen glücklich
Ein Teil meiner aktuellen WG! Absolute Girlspower hier 🙂

Wo kann ich noch nach Wohnungen suchen?

Es gibt immer so etwas wie ein „schwarzes Brett“ oder irgendjemand kennt über Ecken wieder irgendwen. Und ansonsten gibt es noch die guten alten Facebook-Gruppen oder das französische „wg-gesucht“: leboncoin. Leboncoin ist auch eine gute Adresse, wenn du Kleinigkeiten brauchst. Jede Privatperson kann dort Sachen hochladen und du kannst nach Suchbegriffen filtern, je nachdem was du suchst.

Außerdem haben wir von der Uni eine Mail bekommen mit den Kontaktdaten von Privatpersonen, die für den Zeitraum eine Wohnung oder ein freies Zimmer hatten. Das war sehr hilfreich und ich kenne viele andere Erasmus-StudentInnen, die hierüber ihr Zimmer gefunden haben. Außerdem fühlt man sich dabei auch sicherer, da die Vermieter überprüft wurden (schwarze Schafe gibt es leider immer und überall!).

Ansonsten sind die Wohnheime (für Frankreich CROUS) auch immer eine gute erste Anlaufstelle, allerdings war es bei uns so, dass StudentInnen, die zwei Semester bleiben, bei der Auswahl bevorzugt wurden und es leider auch generell nur sehr wenige Plätze für internationale StudentInnen gab. Falls du da aber einen Platz bekommst, ist es sehr preiswert (um die 250 Euro für ein Zimmer mit eigenem Bad). Hier auf La Réunion musst du dir aber für das Crous alle Sachen kaufen: Das heißt zum Beispiel auch deine eigene Bettdecke, dein Kissen, Geschirr und Spülmittel.

Wer ist denn jetzt in meiner WG?

Insgesamt sind wir (meistens) zu sechst. Allerdings haben wir auch einen ziemlichen Wechsel in der Konstellation. Anfangs haben Rebecca und ich nur mit zwei Réunionnais zusammengewohnt. Das war auch gerade für den Beginn super, da uns die beiden viele Tipps geben konnten!

Mittlerweile besteht unsere WG aus zwei Belgierinnen, einer anderen deutschen Studentin (die hier im Krankenhaus gerade für einen Monat ihr Praktikum macht), der einen Réunionnais, Rebecca und mir. Ich bin sehr froh, dass ich nicht nur mit deutschen StudentInnen zusammenwohne, da wir so die ganze Zeit in der WG auch Französisch sprechen. Ich habe jetzt schon nach sechs Wochen das Gefühl, dass sich mein Französisch deutlich verbessert hat! Also ich kann dich nur ermutigen in eine internationale WG zu ziehen. Mal sehen wer nächsten Monat dann kommt 🙂 Es bleibt also immer spannend!

Unsere Wohnung ist ca. 20 Minuten zu Fuß von der Uni entfernt, hat eine Terrasse, zwei Bäder und zwei separate Toiletten, eine große Küche und das Beste: einen Pool! Nur mit unserem tierischen Nachbarn habe ich mich noch nicht angefreundet — der Hahn weckt mich leider immer noch jede Nacht zuverlässig um 2 Uhr auf.

Die Suche vor Ort ist manchmal einfacher!

Aber was kann ich dir jetzt schlussendlich raten? Mach dir nicht so viele Sorgen! Selbst damals in Nizza bin ich ohne Zimmer einfach hingeflogen (was sehr angsteinflößend war) und habe vor Ort innerhalb einer Woche eine ganz tolle WG gefunden.

Deshalb keine Panik, wenn du vorher noch kein festes Zimmer hast: es gibt immer die Möglichkeit eine Ferienwohnung, ein Hotel oder Hostel für die ersten Wochen zu buchen und dann vor Ort direkt suchen.

Zwei glückliche Mädchen am Strand
Ich bin sehr sehr froh, dass ich hier so eine tolle WG gefunden habe! Wir machen viele Ausflüge zusammen wie hier an den Strand von „Les Aigrettes“.

Und wenn du deine Wohnung hast: Beantrage Caf!

…. und wenn alles funktioniert hat und du eine Wohnung im Ausland gefunden hast: in Frankreich kannst du Wohngeld beantragen. Es heißt hier CAF und du kannst es zusätzlich zu deiner Erasmus-Förderung bekommen. Was du dafür brauchst? Deinen Mietvertrag, deine Bescheinigung der Universität und starke Nerven. 😉

Hast du noch Fragen?

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