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Die Gefahren des Großstadtdschungels

Die Gefahren des Großstadtdschungels

Vier Tage alleine in New York klingen erstmal nicht ganz ungefährlich. Mit den richtigen Vorkehrungen habe ich mich aber sehr schnell wohl und sicher gefühlt.

Selfie mit dem Vessel in New York
Früh morgens ist es noch sehr ruhig in New York – ein starker Kontrast zum Abend

Wieso war ich in New York?

Ganz davon abgesehen, dass New York wahrscheinlich bei vielen auf der Bucket List steht, war es für mich auch ein gelegener Zwischenstopp auf meinem Weg nach Clemson in South Carolina, wo ich mein dreimonatiges Praktikum absolviere. Da der kleine Flughafen nicht von den großen Fliegern, die über den Atlantik kommen, angeflogen wird, hatte ich die Wahl zwischen Texas und New York für einen kurzen Aufenthalt.

Die Vorbereitungen

Mit der Urlaubsplanung habe ich ziemlich schnell nach meiner Stipendienzusage begonnen. Dadurch kamen viele Fragen auf: Wie mache ich das mit den Flügen? Wo schlafe ich? Und wie viel kann ich überhaupt mitnehmen, wenn ich vor meinem Praktikum noch einen Zwischenstopp einlege?

Die Flüge

Um einen mehrtägigen Zwischenstopp in New York einlegen zu können, habe ich mich entschieden zwei Rundflüge zu buchen: einen für die Strecke Frankfurt – New York und einen anderen von New York nach Greenville (bei Clemson). Das hat mir nicht nur Geld gespart, da ich nicht mehrere Flüge einzeln buchen muss, sondern bedeutet auch, dass ich im Oktober gleich ein zweites Mal nach New York kann.

Auch wenn er ein bisschen eng ist, bin ich ein großer Fan vom Fensterplatz.

Das Hotel

Für mich war es besonders wichtig einen sicheren Ort für meine Sachen zu finden und mich selbst auch so wenig wie möglich in Gefahr zu begeben. Deshalb habe ich mich für ein Einzelzimmer in einem Hotel in der Nähe des Times Squares entschieden. Dieses hatte eine gute Bewertung im Aspekt Sicherheit und befand sich direkt neben der Haltestelle für den Flughafentransfer, den ich rausgesucht hatte. Außerdem versprach ich mir von der Nähe zu touristischen Attraktionen, dass ich selbst nachts keine langen, unsicheren Wege zurückzulegen hätte.

Mit dem Ausblick aus meinem Hotelzimmer hatte ich ziemliches Glück!

Die Finanzen

New York ist keine günstige Stadt und deshalb lohnt es sich sich schon vorher über die Finanzen im Klaren zu sein. Ein Budget klingt erstmal eher restriktiv, kann aber auch das genaue Gegenteil bedeuten. Dadurch weiß man bereits im Voraus wie viel man sich gönnen darf und verbringt so nicht die kostbare Urlaubszeit damit zu gucken, ob der Kaffee jetzt nicht doch zu viel ist.

Der Jetlag

Der schwierigste Aspekt in meiner Vorbereitung war es den Jetlag zu besiegen. Im Voraus hatte ich keine Zeit zu einer New York-freundlichen Zeit ins Bett zu gehen und das wurde mir im Nachhinein auch etwas zum Verhängnis. In New York bin ich regelmäßig mitten in der Nacht aufgewacht und konnte dann nicht mehr einschlafen. Dementsprechend müde war ich auch tagsüber. Außerdem musste ich schnell herausfinden, dass viele Attraktionen und Geschäfte in New York erst um etwa 10 Uhr aufmachen und dass es nicht besonders angenehm und sicher ist früh morgens unterwegs zu sein.

Der Papierkram

Die letzte Vorkehrung, die ich getroffen habe, war meine Eltern über alles zu informieren. Dafür habe ich alles zusammengeschrieben, was irgendwie relevant sein könnte, falls etwas schief geht. Dazu gehörten:

  • Kontaktpersonen in den USA
  • Flugnummern und Flugdaten
  • Buchungsnummern für alle Flüge und das Hotel
  • Adressen mit Datumsangaben
  • Stipendienunterlagen
  • Eingescannte Dokumente
  • Visumsunterlagen

Die Daten hatte ich außerdem noch selber in einem Ordner im Handgepäck dabei, um bei der Einreise alle Dokumente griffbereit zu haben und meine Intention gut begründen zu können.

In New York

War das nicht einsam?

Vor meiner Abreise habe ich mir viele Sorgen gemacht, dass ich mich sehr einsam fühlen werde und dass es bestimmt peinlich ist zum Beispiel alleine essen zu gehen. Obwohl man sich natürlich manchmal alleine gefühlt hat, war ich nie einsam. Ich fand es irgendwann sogar sehr angenehm, die Sachen in meinem eigenen Tempo erkunden zu können und zu sehen worauf ich Lust hatte. Außerdem habe ich schnell gemerkt, dass viele Leute alleine essen gehen und dass die Anderen viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, um sich darüber Gedanken zu machen, dass man dort alleine sitzt. Auch daran andere Leute nach Fotos zu fragen oder sich mit fremden Leuten in Small Talks zu verwickeln, gewöhnt man sich schneller als ich dachte.

Die Bagels in New York schmecken mindestens genauso gut, wenn man sie alleine isst.

Aber es gab doch bestimmt auch unangenehme Situationen, oder?

Ja, die gab es tatsächlich. Direkt am ersten Tag wollte mir jemand mitten auf dem Times Square sein Mixtape verkaufen. Als ich höflich ablehnte, bekam ich einige sexuelle Bemerkungen ungefragt zugerufen. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich mein Gegenüber richtig verstanden hatte, aber als es mir dann zu viel wurde, war die Situation schnell dadurch gelöst, dass ich mich umdrehte und wegging.

Am letzten Tag gab es noch eine weitere Situation. Ich war mit meinem ganzen Gepäck auf dem Weg zum Flughafen und wurde dabei von einem Mann angesprochen, der sehr offensichtlich Geld von mir haben wollte. Eigentlich ist das eine normale Situation in einer Großstadt, aber wegen meines Gepäcks und weil der Mann mir für knappe fünf Minuten nicht von der Seite wich, war mir die Situation schon etwas unangenehm. Nach einiger Zeit kamen wir aber an jemandem vom Sicherheitspersonal vorbei, der sich bei mir erkundigte, ob alles in Ordnung sei. Als ich ihm die Situation beschrieben hatte, stellte er mir jemanden beiseite, der mich für die restlichen zwei Minuten meines Weges begleitete und sicher ans Ziel brachte.

Fazit

Trotz einigen unangenehmen Situationen habe ich New York nicht als eine unsichere Stadt wahrgenommen. Die meiste Zeit habe ich auf den Beinen und in eher touristischen Bereichen verbracht, und habe mich dabei sehr wohl gefühlt. Mit der richtigen Vorbereitung konnte ich mir auch schon im Voraus ein bisschen mehr Sicherheit verschaffen. Die Stunde, die man dabei zusätzlich in die Planung investiert, kann ich auch jedem empfehlen, denn sie hat mir sehr geholfen mich in den Tagen auf das Sightseeing und die Stadt und nicht auf meine Sicherheit zu konzentrieren. Das einzige was ich nächstes Mal noch ändern w¨urde, ist die Vorbereitung auf die Zeitverschiebung, weil mich das doch einige Stunden gekostet hat. Ich bin trotzdem sehr froh, dass ich mich nicht von der Angst alleine zu sein und mich einsam zu fühlen zurückhalten lassen habe und nun auf eine wirklich schöne Zeit in New York zurückblicken kann.

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