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Drei Tage, drei Städte und sehr wenig Schlaf

Drei Tage, drei Städte und sehr wenig Schlaf

Kaum hat das Studium in Ljubljana angefangen, geht es auch schon wieder auf einen Wochenendtrip. Dieses Mal allerdings etwas weiter weg. In nur drei Tagen drei verschiedene Städte in drei verschiedenen Ländern sehen? Das klingt doch spannend!

Tamara sitzt auf einer Mauer. Im Hintergrund sind die Dächer einer Stadt zu sehen.

Ein Auslandssemester im Herzen Europas – diese Gelegenheit muss ich nutzen!

 Zunächst einmal zu den Rahmenbedingungen: Ich habe mich für den Trip nicht auf eigene Faust auf den Weg gemacht, sondern mich einer organisierten Busreise angeschlossen, die vom Erasmus Student Network Ljubljana angeboten wurde. Das heißt, dass ich mich vorab um nichts weiter kümmern musste und wir ein geplantes Programm haben würden. Normalerweise bin ich nicht unbedingt ein großer Fan solcher Reisen. Ich dachte allerdings, dass es eine gute Möglichkeit sein könnte, andere Erasmusstudierende kennenzulernen und gleichzeitig etwas mehr von Europa zu sehen.

Erste Station: Wien

Am Freitagmorgen ging es in aller Frühe um 04:30 Uhr mit dem Bus in Richtung Wien los. Bereits jetzt war mein Schlafkonto mit 30 Minuten in dieser Nacht nicht besonders hoch aufgeladen, aber natürlich konnte ich es nicht lassen am Abend zuvor auf die Fakultätsparty zu gehen. Fünf Stunden und mit ein wenig mehr Schlaf später, waren wir in Wien angekommen. Zunächst gab es eine kleine Führung durch den Stadtkern. Anschließend hatten wir einige Stunden Zeit für eigene Erkundungstouren. Zwei meiner Kommilitoninnen waren ebenfalls mit dabei und wir verbrachten die meiste Zeit damit verschiedenes veganes Essen zu testen. Ansonsten hat mir Wien sehr gut gefallen, ich kenne die Stadt allerdings auch schon aus vorherigen Besuchen. Die wenigen Stunden, die wir hatten, haben aber natürlich nicht ansatzweise gereicht, die Stadt von allen Seiten kennenzulernen. Am Nachmittag ging es dann auch schon wieder weiter nach Bratislava in der Slowakei (Achtung: Die Slowakei und Slowenien sind zwei verschiedene Länder!).

Zweite Station: Bratislava

Bratislava ist von Wien nur etwa 80 Kilometer entfernt und die Fahrt war somit schneller vorbei, als ich im Bus einschlafen konnte. Wir wurden zunächst in unser Hotel etwas weiter von der Innenstadt entfernt gebracht. Hier haben wir uns dann für die erste Partynacht fertig gemacht und dann ging es auch schon weiter in einen Club. Das war also das Erste, was wir von Bratislava zu Gesicht bekommen haben. Nach einigen Stunden mit mehr oder weniger guter Musik war es endlich Zeit für ein wenig Schlaf im Hotel. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg in die Altstadt Bratislavas gemacht. Im Gegensatz zu Wien ist es hier deutlich kleiner und gemütlicher. Besonders sehenswert ist die Burg, von der aus man eine tolle Aussicht über die Stadt und die Donau hat, die hier entlang fließt. Wir hatten den gesamten Trip über wahnsinniges Glück mit dem Wetter und konnten bei strahlendem Sonnenschein durch die Straßen spazieren. Um die Altstadt zu erkunden, haben uns in Bratislava drei Stunden gereicht, allerdings gibt es hier sicher noch etwas verstecktere und weniger touristische Orte zu entdecken. Am frühen Nachmittag haben wir uns auch schon wieder verabschiedet und uns auf den Weg in die letzte Stadt gemacht.

Dritte Station: Budapest

Budapest war die letzte Station auf unserer Reise. Nach etwa drei Stunden Fahrt von Bratislava aus waren wir am Ziel angekommen. In Budapest befand sich unser Hostel direkt im siebten Bezirk, dem Ausgehviertel der Stadt. Nach einer kleineren Erkundungstour haben wir einen Foodtruck gefunden, der vegane Burger im Angebot hatte. Nach dem Essen war es dann auch schon Zeit für die nächste Party. In Budapest gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten, abends wegzugehen. Viele der Bars und Clubs sind außergewöhnlich dekoriert und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Nach einer wieder sehr kurzen Nacht hatten wir nun den Sonntag, um die Stadt zu besichtigen. Es bestand die Möglichkeit an einer Bootsfahrt auf der Donau teilzunehmen und die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ich habe mich allerdings dafür entschieden, die Zeit lieber allein zu verbringen. Manchmal brauche ich etwas Abstand und Zeit für mich, um die vielen neuen Eindrücke aufnehmen zu können. Ich bin an der Donau entlang spaziert zur großen Markthalle und habe verschiedene Gassen erkundet. Budapest ist wirklich eine spannende Stadt und ich werde sicherlich bald noch einmal einen Besuch hier hin planen. Nach meinem Solospaziergang habe ich mich wieder mit einer Freundin getroffen und wir haben den Rest der Zeit in verschiedenen Vintage-Läden verbracht. Am frühen Abend war das Ende des Trips gekommen und wir machten uns auf die etwa fünfstündige Rückfahrt nach Ljubljana.

Insgesamt war der Dreitagestrip eine tolle, aber auch ein wenig anstrengende Erfahrung. Hierzu hat mit Sicherheit auch beigetragen, dass ich durch die Partynächte nicht besonders viele Stunden Schlaf abbekommen habe. Natürlich konnten wir in der kurzen Zeit auch nur einen Bruchteil der Städte kennenlernen. Der Ausflug hat aber Lust auf mehr gemacht und ich bin sicher, dass ich in die eine oder andere Stadt zurückkehren werde.

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