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Ein Rückblick auf meine Zeit in Newcastle

Mein Auslandssemester in Newcastle ist nun offiziell vorbei. Wenn ich zurückblicke, fühlt es sich an, als wäre die Zeit unglaublich schnell und voller unvergesslicher Momente vergangen. Studium, Alltag, Freundschaften, Partys, Sport und Reisen – es war eine Mischung aus allem und hat mich in vielerlei Hinsicht geprägt.

Die Northumbria University hat mich vor allem durch ihre Größe und Ausstattung beeindruckt. Eine riesige Bibliothek mit modernen Computerräumen, ein eigenes Gym mit verschiedenen Sportmannschaften, Events und unzählige Studierende mit ähnlichem Vibe. Das Campusleben war lebendig und vielseitig. Die Kurse waren praxisnah, teilweise deutlich projektorientierter als in Deutschland. Besonders spannend war, dass ich in einem Modul eine eigene App und Website entwickeln musste.

Was mich überrascht hat, war das Bewertungssystem: Es dauert hier wesentlich länger, bis Ergebnisse veröffentlicht werden, was Geduld erfordert. Gleichzeitig sind die Dozenten offener für Feedback und der Umgang ist insgesamt lockerer. Meine Professoren durfte ich duzen. Meine Noten erhielt ich gebündelt in einem Zeugnis, das Transcript genannt wird. Meine Noten waren folgende: 77P entspricht einer 1,3 und 81P einer 1,0. Nachdem ich das Zeugnis meiner Heimatuni geschickt habe, konnte ich die Noten auch anerkennen lassen.

Mehr als nur Uni: Alltag und Leben

Mein Alltag in Newcastle bestand nicht nur aus Lernen. Das Stadtleben war voll mit neuen Eindrücken – von Fußball und Boxtraining bis zu spontanen Ausflügen in Parks oder ans Meer war vieles dabei. Besonders nach der Prüfungsphase hat Newcastle gezeigt, warum es das „Miami Englands“ genannt wird: Sonne, Picknicks im Park und ein verrücktes Nachtleben, das einfach gute Laune verbreitet. Wir waren nach der Prüfungsphase jeden Abend unterwegs und haben echt vieles erlebt. Ich war jedoch nicht alleine in den Straßen von Newcastle unterwegs, sondern habe hier Dutzende Leute kennengelernt.

Kommilitonen und neue Freundschaften

Ich habe viele Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt, aber auch viel über die britische Kultur erfahren. Einer war tatsächlich der Weltrekordhalter für den längsten „Schwimmtrip“ und das auf dem offenen Meer (Dauer: 10 Stunden). Die Akzente waren manchmal eine echte Herausforderung, aber genau das hat die Gespräche oft noch witziger gemacht. Vor allem der Sport hat mir geholfen, schnell Anschluss zu finden. Mit manchen Freunden werde ich definitiv in Kontakt bleiben, vielleicht gibt es bald ein Wiedersehen mit meinen Holländern.

Was mich überrascht hat?

Mich hat überrascht, wie stark die Community an der Uni bzw. in der ganzen Stadt ist. Es gab ständig Möglichkeiten, aktiv zu sein. Außerdem ist mir aufgefallen, dass Briten ein sehr eigenes Verhältnis zu Wetter, Partys und Small Talk haben, dabei ist vieles entspannter als in Deutschland.

Was ich mitnehme!

Ich nehme nicht nur Erinnerungen und neue Freundschaften mit, sondern auch ein paar Dinge, die ich beibehalten möchte, wie beispielsweise die Offenheit, einfach neue Dinge auszuprobieren und auf Leute zuzugehen. Außerdem will ich den Sport als festen Teil meines Alltags behalten, sobald die Verletzung, die ich im Mai dort erlitten habe, verheilt ist. In Newcastle hat es sich fast natürlich ergeben, täglich aktiv zu sein. Meine Schritte lagen durchschnittlich während meines Aufenthalts bei 9000.

Da war noch was: meine Mission

Meine Mission vor Antritt ins Auslandssemester lautete: „Haare locker, Uni im Griff!“. Dabei ging es mir darum, Newcastle auf meine Art zu erleben, aber das Studieren natürlich nicht zu vergessen! Meine Noten sollten bezeugen, dass ich es nicht vergessen habe. Es war ehrlicherweise ein kleiner Teil meines Alltags, bis die Prüfungsphase begann. Als es so weit war, schrieb ich die Assignments täglich mehrere Stunden, aber dies konnte ich gut in meinen Alltag implementieren.

Fish & Chips sollte in Deutschland genauso wie Döner angeboten werden. Dieses Geschmackserlebnis am Strand war wirklich so toll, dass ich meinem Bruder, als er mich besucht hat, dort hingeschleppt habe. Und Newcastle hat mir gewissermaßen eine neue Sicht aufs Leben gegeben und mir gezeigt, wie es ist alleine zu leben und wie es ist, im Ausland zu leben. Die Erasmus-Unterstützung hat dabei natürlich geholfen.

Ich kann ein Auslandssemester jedem nur anraten. Es kann vielleicht sogar noch toller als bei mir werden. Die Chance muss nur genutzt werden.

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