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Mein Auslandsjahr in den USA: Ein Fazit

Mein Auslandsjahr in den USA: Ein Fazit


Seit kurzem ist mein Semester an der Penn State nun vorbei und damit auch mein Auslandsjahr. Das erste Semester durfte ich in Long Beach in Kalifornien verbringen, bevor es in den Nordosten der USA ging. Doch wie unterschieden sich diese beiden Semester und was konnte ich aus ihnen mitnehmen?

Willkommen in den USA – Californication

Anfang letzten Jahres ging es für mich in einer turbulenten Anreise einmal über den Atlantik, um mein Auslandsjahr in den USA zu verbringen. Damit wurde ein Traum für mich wahr, da ich schon schon immer in diesem faszinierenden, und ab und an polarisierenden, Land leben wollte. Ich hatte mir viel vorgenommen, war aber unsicher aufgrund der Pandemie, was mich erwarten würde.

Alle Sorgen im Flieger gelassen, kam ich in Kalifornien an und freute mich auf das Jahr, was vor mir lag. Von Palmen, Stränden und Sonne umgeben, lebte ich mich schnell in den kalifornischen Lebensstil ein. Die Zeit auf der Westcoast war wirklich unglaublich, der Bundesstaat hat so viele atemberaubende Orte und Landschaften zu bieten. Auch versuchte ich neue Dinge wie surfen und Slackline, und lernte so viele neue Leute kenne. Natürlich dachte ich mir aber auch oft aufgrund der Pandemie, ob dies die richtige Entscheidung war. Häufig saß ich im Zimmer und war wütend und enttäuscht, dass aufgrund der aktuellen Weltlage so vieles nicht möglich war. Vieles wurde abgesagt, einiges konnte man dadurch nicht erleben. Der Campus war wie tot, alle Kurse online. Es war nicht die College-Erfahrung, die ich mir erhofft hatte. Ich vermisste Familie und Freunde aus Deutschland. Doch glücklicherweise war ich nicht der Einzige, der den Schritt Richtung USA gewagt hatte. Ich traf andere Austauschstudenten und gemeinsam haben wir das beste aus der Zeit vor Ort gemacht. So wurde meine Zeit in Long Beach und Kalifornien doch noch zu einem großen Erfolg.

Auf zur East Coast – Im Herzen Amerikas

Mitte August ging es dann für mich in den Nordosten der USA Richtung State College – ja, das ist der Name des Ortes – in Pennsylvania, um mein zweites Semesters des Auslandjahres anzutreten. Warum nach Pennsylvania? Das erfahrt ihr in diesem Beitrag. Ich war mir sicher, dass dieses Semester anders ablaufen würde. Weniger Palmen und Strand, aber zumindest mehr Uni bzw. Uni-Leben. In meinem Semester in Long Beach fanden alle Kurse online statt und der Campus ähnelte einer Geisterstadt. Daher war ich sehr froh, dass die Penn State sich dazu entschied, alle Kurse wieder Face-to-face anzubieten und ein halbwegs normales Semester durchzuführen. Falls euch interessiert, was für Kurse ich belegt habe, könnt ihr das unter diesem Link nachlesen.

Als ich in State College ankam, merkte ich auch sofort, wie lebendig der Campus sich anfühlte und freute mich auf die nächsten vier Monate. Ich habe sehr viel erleben dürfen, in meiner Zeit an der Penn State. Habe zum ersten Mal ein amerikanisches Football-Spiel gesehen, eine typisch amerikanische Homecoming-Parade erlebt, bin einem Studentenclub beigetreten und mehr.

Die beiden Semester waren in fast jeder Hinsicht unterschiedlich. Online-Unterricht vs. In-Person Unterricht. Palmen und Strand vs. Football und Campus-Leben. Doch am meisten unterschieden sie sich in der Lebensweise der zwei Orte.

Der kalifornische Way of Life

Der größte Unterschied zwischen meinem Semester in Long Beach und dem an der Penn State war definitiv der Lebensstil. In meiner Zeit in Kalifornien war weniger die Universität das Highlight, sondern der kalifornische Way of Life. An den Strand fahren, surfen, neue Orte sehen und reisen. Während meiner Zeit in der Westcoast lernte ich leider kaum Amerikaner kennen, auch Corona bedingt. Aber dies liegt auch an daran, dass vor allem Los Angeles so internationalisiert ist und man so viele unterschiedliche Kulturen kennenlernt. Und die meiste Zeit habe ich mit den anderen Austauschstudenten verbracht, da wir uns sehr gut verstanden haben. Es war also mehr ein „gemeinsam Kalifornien erleben“. Natürlich wollte ich auch das College-Life erleben, aber zum einen hat mir da Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht und zum anderen hat der Süden von Kalifornien so viel zu bieten, dass man nicht nur auf dem Campus blieb.

Ein Leben auf dem Campus

Das war etwas anders in meinem Semester in der East Coast. Dort war wirklich die Uni und das Campus-Leben das Highlight. Es drehte sich alles um die typisch amerikanische College-Experience. Man lebte auf dem Campus, aß auf dem Campus, feierte auf dem Campus und verbrachte wirklich 90 Prozent seiner Zeit entweder auf dem Uni-Gelände oder paar Kilometer davon entfernt. Ein Grund dafür ist, dass es auch meilenweit nichts anderes gibt. Bis zu den nächst größeren Städten Philadelphia und Pittsburgh braucht man knapp drei Stunden mit dem Auto, dazwischen befinden sich nur Dörfer und Landschaft. Man „sitzt“ sozusagen fest auf dem Campus und verbringt dort die meiste seiner Zeit. Dafür hatte der Campus aber auch sehr viel zu bieten.

Von Tennisplätzen, Fußballfeldern, mehreren Fitnessstudios bis hin zu Theater, Kinos und mehr. Dies führt auch zu diesem amerikanischen College-Pride, wo man stolz auf seine Uni ist. Man ist eine eingeschweißte Gemeinschaft und taucht schnell in diesen Lebensstil ein. In meiner Zeit vor Ort lernte ich auch deutlich mehr Amerikaner kennen. Unterhielt mich mit ihnen, lebte mit ihnen, feierte mit ihnen und lernte mehr darüber, was es heißt, Amerikaner zu sein. Daher bin ich sehr froh, dass ich mich dazu entschloss, nach Pennsylvania zu gehen. Dies war ein sehr guter Kontrast zu meiner Zeit in Long Beach und so konnte ich mehrere Facetten dieses so spannenden Landes erleben.

Traut euch!

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen: Wenn ihr die Chance habt, ins Ausland zu gehen, nehmt sie wahr! Es ist nicht immer alles ganz einfach und auch nicht so, wie man sich das vielleicht vorgestellt hat. Aber man lernt so viel Neues und entwickelt sich unglaublich weiter. Die Zeit in den USA hat mich sehr bereichert, ich habe in dem Jahr so viel gesehen und erlebt, wie noch nie zuvor. Und wie sieht es mit meiner Mission aus? Die lautete ja: „How to America?“. Meine Antwort: „Be free, dare to dream, care for others and live life to the fullest.“

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