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Mission „Update in Progress“ Mein Thailand-Fazit

Sechs Monate Bangkok sind vorbei, mein Auslandssemester ist offiziell beendet. Zeit für einen Rückblick auf mein Studium, den Alltag, neue Freundschaften. Und natürlich die Antwort: Ist meine Mission „Update in Progress“ – geglückt?

Ende Oktober 2024 landete ich in Bangkok. Der erste Eindruck am Flughafen war pure Überforderung. Menschenmassen, drückende Hitze, ein unglaublicher Lärmpegel. Mein erster Gedanke: „Sechs Monate hier? Das schaffe ich nicht.“ Zum Glück war ich die ersten Wochen nicht allein. Ich reiste mit einem Freund durch Thailand. Das half, den ersten Schock zu verarbeiten. Doch dann begann das Semester. Und die Überforderung war zurück. Dieses Mal mit Uni-Stress obendrauf.

Aller Anfang ist schwer

Zurück in Bangkok bezog ich meine Wohnung im Stadtteil Lat Krabang, nahe meiner Universität. Wenige Tage später begannen die Vorlesungen. Der Uni-Alltag an meiner Universität hier gestaltete sich anders als an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Der Campus ist weitläufig und alles wirkte zunächst fremd. Verglichen mit dem eher kompakten Campus der HdM in Stuttgart war das hier eine vollkommen andere Welt.

Brandon macht ein Selfie im Wartebereich des Flughafens Bangkok
Ankunft in Bangkok: Der erste Moment am Flughafen BKK.

Allein sich hier räumlich zurechtzufinden, brauchte Zeit: Die ersten Wochen waren eine einzige intensive Eingewöhnungsphase. Abseits davon war das eigentliche Studium aber durchaus interessant. Die Inhalte waren vielleicht etwas einfacher als in Deutschland, der Arbeitsaufwand durch viele praktische Aufgaben und Gruppenarbeiten war jedoch hoch. Die Zusammenarbeit in internationalen Teams war eine spannende Erfahrung, brachte aber auch Herausforderungen wie Sprachbarrieren und unterschiedliche Herangehensweisen mit sich. Während ich oft lange planen wollte, machten die thailändischen Studierenden einfach.

Bei einigen Projekten benötigten wir deshalb etwas Zeit, um uns aufeinander einzuspielen. Was mir aber über das gesamte Semester besonders positiv auffiel, war die große Praxisnähe. Wir entwickelten zum Beispiel einen Service für Visaanträge und arbeiteten an realen Problemstellungen mit Feedback von echten Nutzern. Während die Lehre also sehr praxisnah war, erforderten andere Rahmenbedingungen mehr Anpassung. Wirklich gewöhnungsbedürftig waren für mich die Uniformpflicht und das tägliche Pendeln zur Uni. Gerade der Weg durch den dichten Verkehr war oft zeitaufwendig und auf Dauer durchaus fordernd.

Bangkok: Zwischen Faszination und Herausforderung

Das Leben hier bestand natürlich nicht nur aus Universität und Pendeln. Bangkok ist eine einzigartige Stadt, voller Dinge, die ich entdecken konnte. Ich habe die vielen abwechslungsreichen Orte genossen, von gemütlichen Cafés und leckeren Streetfood-Ständen bis hin zu Kunstausstellungen. Mir wurde nie langweilig, egal ob ich Tempel, Paläste oder einen der vielen ruhigen Parks besuchte. Besondere Erlebnisse waren auch die großen lokalen Feste wie die Kasetsart Fair oder das thailändische Neujahrsfest Songkran, eine riesige Wasserschlacht, die in ganz Thailand gefeiert wird.

Brandon steht mit dem Rücken zur Kamera in einer Seitenstraße von Chinatown Bangkok.
Inmitten von Streetfood, Schildern und Sonnenlicht in Chinatown


Neben all diesen tollen Seiten gehörten aber auch die typischen Nachteile einer solchen Millionenstadt dazu, wie der ständige Lärm oder der gelegentliche Smog. Auch meine etwas außerhalb gelegene Wohnung in Lat Krabang machte Ausflüge ins Zentrum aufwendig, und ohne Küche war ich oft auf Lieferdienste angewiesen. Diese Dinge konnte ich nicht immer ganz ausblenden. Doch das Wichtige ist: Ich habe mich an diese Seiten der Stadt gewöhnt. Dadurch wurde das Gefühl der Überforderung immer weniger und ich fand mich immer besser zurecht. Mit jeder Woche lernte ich Bangkok besser kennen und schätzen. Ich habe die Stadt nach und nach mit all ihren Seiten lieben gelernt.

Kultur, Kommilitonen und neue Freunde


Ein ganz wichtiger Teil meiner Zeit hier waren natürlich auch die Begegnungen mit den Menschen. Die Freundlichkeit der Thailänder ist kein Klischee. Das habe ich immer wieder erlebt. Ich hätte nicht erwartet, dass mir als Austauschstudent aus Deutschland mit solch einer Offenheit begegnet. Ich habe mich schnell integriert gefühlt und die vielen gemeinsamen Ausflüge waren für mich sehr wichtig, um richtig anzukommen. Außerdem hatte ich hier zum ersten Mal in meinem Studium das Gefühl, nicht einfach nur ein Individuum, sondern gemeinsam mit meinen Kommilitonen Teil einer echten Gemeinschaft zu sein. Egal, ob bis spät in der Nacht noch an Folien gearbeitet wurde, oder wir am Wochenende zusammen unterwegs waren, diese Art von Zusammenhalt kannte ich von meinem bisherigen Studium so nicht.

Update erfolgreich!

Und meine Mission „Update in Progress“? Erfolgreich abgeschlossen. Ich bin nicht mehr derselbe, der im Oktober hier ankam. Die vielen Erfahrungen haben mich zu einem anderen Menschen gemacht. Ich habe gelernt, mich besser zu organisieren. Spontaner zu sein. Offener auf Menschen zuzugehen. Ich bin selbstbewusster geworden. Habe weniger Angst vor neuen Situationen. Fachlich habe ich neue Ideen bekommen und insgesamt bin ich mir mehr im Klaren darüber, wohin mein zukünftiger Weg gehen soll.

Brandon und Freunde mit  Offroad-Buggies
Buggy-Tour in Sai Yok.


Es war nicht immer einfach. Aber es war eine unglaublich wertvolle Zeit. Eine Erfahrung, die mich ein Leben lang prägen wird. Thailand war wirklich eine Art Update für mich. Ich kann jedem nur empfehlen: Wagt den Schritt ins Ausland. Es lohnt sich. Man lernt so viel über sich und die Welt.

Bis bald, euer Brandon

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