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Last Minute ins Abenteuer Ausland

Last Minute ins Abenteuer Ausland


Im Pharmaziestudium ist der Weg ins Ausland nie leicht. Ich habe es trotzdem zweimal geschafft und wollte die Chance auch im Praktischen Jahr (PJ) nutzen. Also bewarb ich mich bei Arbeitsgruppen in den verschiedensten Ländern – im März 2020. Wie ich zwei Jahre später in einer (fast) leeren Küche um drei Uhr morgens Kisten packte und einen Sprint durch den Frankfurter Flughafen hinlegte, berichte ich hier.

Eigentlich hatte ich geplant, ab November 2021 ein Halbjahr im Ausland zu verbringen und dann das Pflichthalbjahr in der Apotheke zu absolvieren. Auf Grund der Pandemie erhielt ich jedoch fast nur Absagen. Darum entschied ich mich für eine längerfristige Planung und verschob meinen Auslandsaufenthalt um ein halbes Jahr. Nach einigem hin und her hatte ich Anfang 2022 endlich die Zusage einer Arbeitsgruppe an der University of British Columbia (UBC) in Vancouver – und nur wenige Wochen, um ein Visum zu bekommen, mich für das Diplom zu immatrikulieren und die Reise vorzubereiten. Das war ganz schön knapp, aber musste einfach klappen. Außerdem würde Lukas, mein Verlobter, zur gleichen Zeit ebenfalls ein Projekt an der UBC durchführen.

Tablet mit Stift, darauf eine volle To-Do Liste
Eine der vielen ToDo-Listen, mit denen ich versucht habe, den Überblick zu behalten.

Welches Visum, und wie lange soll das dauern??

Nach der Zusage der Arbeitsgruppe stellte sich für mich die Frage, welches Visum ich überhaupt bräuchte. Ich bin an der UBC als Visiting International Research Student (VIRS) gemeldet, arbeite aber eigentlich. In der Folge bin ich mit einem Work Permit über das International Experience Canada (IEC) Working Holiday Programm eingereist. Im Pool solltest du dich jedoch früh genug anmelden! Alle Teilnehmer eines Landes werden in einer Art Lotterie wöchentlich gezogen und können dann erst die Bewerbung auf das Visum einreichen. Bei mir dauerte es fast sechs Monate, bis ich mich bewerben durfte! Eine weitere Möglichkeit ist es, über die Uni eine Study Permit zu erhalten.

Wenn die Bewerbung online erfolgt ist, müssen Fingerabdrücke und Foto (Biometrics) persönlich abgegeben werden. Bei einer Zusage erhaltet ihr ein Port of Entry letter (POE), der dann bei der Einreise vorgelegt wird. 

Eine Wohnungsauflösung später…

Im April standen die letzten Vorbereitungen sowie der Umzug aus der gemeinsamen Wohnung an. Mit immer weniger Möbeln und vollem Arbeitstag schob ich aus- und aufräumen vor mir her. Da wir nicht auf unsere gut ausgestattete Küche und weitere Annehmlichkeiten verzichten wollten, war kaum etwas rechtzeitig fertig. In der Nacht auf Karfreitag, dem geplanten Umzugstag, war ich noch bis vier Uhr morgens mit Kisten packen beschäftigt. 

Umzugskartons in einem Flur
Die fertig gepackten Umzugskartons um drei Uhr morgens.

Der Umzug selbst war dadurch aber schnell erledigt und die Dinge alle sicher verstaut! Die folgende Woche flog nur so vorbei, und ich hatte neben letzten Vorbereitungen zum Glück auch noch genug Zeit, um mich von Freunden, Familie und meiner Katze zu verabschieden.

 A11 nach B45 in 11 Minuten!

Natürlich blieb es bis zur letzten Minute spannend. Ich war früh genug am Flughafen, gab meine Koffer am Check-In auf und frühstückte noch mit meinen Eltern, bevor ich durch die Sicherheitskontrolle zu meinem Gate ging. Dann war der entspannte Teil vorbei: Mein Abflug verschob sich immer weiter nach hinten. Das war gar nicht gut für meinen Anschlussflug in Frankfurt, der mich gemeinsam mit Lukas nach Kanada bringen sollte! Schließlich blieben mir lediglich 15 Minuten, um von einem Flieger in den nächsten zu springen. Ich rannte von einem Ende des Terminal A ans andere Ende ins Terminal B und schaffte es – gerade rechtzeitig. Mit einem ungläubigen „Ich dachte nicht, dass Sie es schaffen würden“ des Bodenpersonals, durfte ich (durchgeschwitzt und außer Atem) ins Flugzeug.

Zum Glück ging bei der Einreise alles gut und nur mit POE und Offer Letter erhielt ich mein Visum. Nach zwei Stunden am Flughafen machten wir uns direkt auf den Weg zum Zimmer, in dem wir die ersten Wochen verbringen.

Nach diesem turbulenten Start, komme ich erstmal in Vancouver an und berichte euch bald von meinen ersten Tagen auf dem Campus. Ich freue mich, wenn ihr mich dabei begleitet!

Cheers and see you soon!

Ronja

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