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Wie Hurrikans mir mein Puerto-Rico-Semester verhagelten

Gerade als ich mich eingelebt hatte, musste ich schon wieder weg. Hurrikan Maria hinterließ ein großes Chaos und bei mir noch zwei offene Fragen.

Felsenküste in Cabo Rojo
Cabo Rojo Küste

Wann fliege ich zurück?

Die Situation auf Puerto Rico war mehr als kritisch. Keiner wusste, wie es weiter gehen sollte. Als Erstes nahm ich Kontakt mit meiner Heimatuni auf. Hier beschlossen wir abzuwarten wie sich die Lage auf der Insel entwickelt. Dabei wollte und konnte ich die Zeit in den USA nutzen, um zu reisen, beispielsweise nach New York und San Francisco. Nach Puerto Rico zurückzukehren war erst einmal keine Option, denn ich kannte die Probleme schon vom ersten Hurrikan, der allerdings weniger Schaden angerichtet hatte. Auch zwei Wochen später war es schwierig, nach Puerto Rico zu fliegen oder es zu verlassen.

Welche Optionen habe ich?

Eine Option war, zurückzufliegen und meine restlichen Sachen zu packen, um nach Deutschland zurückzukehren. Doch zu diesem Zeitpunkt gab es immer noch keine Langstreckenflüge die die Insel verließen.

Meine Heimuniversität machte mir das Angebot das Auslandssemester abzubrechen, um es im Folgejahr zu wiederholen. Aber aufgrund der problematischen Ein- und Ausreise entschied ich mich, zunächst in den USA zu bleiben und zu reisen. Nach circa drei Wochen hieß es, dass die Uni bald wieder beginnen würde und so flog ich zurück nach San Juan. Nach einem Monat waren die Schäden noch bemerkbar. Die Stromversorgung war mehr als bescheiden, die Lebensmittel waren kaum etwas Wert ohne Kühlschrank. Auf den Straßen lag noch viel Müll. Zahlreiche Häuser waren beschädigt oder zerstört. Die einst belebte Altstadt San Juans, die auch im Video „Despacito“ zu sehen ist, war eine Einöde. In meiner Wohnung sind zum Glück keine Schäden entstanden. Aber dennoch war die Stromversorgung ein tägliches Lottospiel. Das Leitungswasser war kaum vorhanden, aber immerhin funktionierte unerklärlicherweise die Dusche, mehr oder weniger zumindest.

Nachdem ich einige Tage in San Juan verbracht und die ganze Bürokratie, wie z.B. die Exmatrikulation und die Aufhebung meines Urlaubssemesters, erledigt hatte, konnte ich meine Rückreise nach Deutschland antreten.

Das Auslandssemester habe ich nun offiziell abgebrochen. Von den circa zwei Monaten Puerto-Rico-Aufenthalt, habe ich tatsächlich ungefährt fünf Wochen studiert. Mein Auslandssemester kann ich jederzeit nachholen und es muss nicht zwangsläufig auf Puerto Rico sein. Nun bin ich wieder in Deutschland und habe mein Urlaubs-/Pausensemester aufgehoben und mache regulär das Wintersemester in Deutschland an der TU Dortmund.

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