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Willkommen an der Seoul National University!

Willkommen an der Seoul National University!

Ich verbringe mein Auslandssemester an der Seoul National University (SNU), die hierzulande den Ruf als unangefochtene Nr. 1 besitzt. Ich möchte euch die SNU mit ein paar Zahlen und Fakten hier vorstellen und einen kleinen Einblick in das Leben hier geben!

Das Haupttor der SNU bei Tag
Das berühmte Tor der SNU „Sha“ (Koreanisch: 샤) ist ein Symbol der Uni und soll einen Schlüssel darstellen.

Ein kleiner Überblick

Wenn man an Uni-Rankings glaubt, dann ist die SNU die Nr. 1 in Südkorea, die Nr. 10 in Asien und die Nr. 37 weltweit – worauf sie auch sehr stolz ist! Wie die Korea University und der Yonsei-University zählt sie zu den sogenannten „SKY-Universitäten“, eine hierzulande sehr gebräuchliche Bezeichnung für diese Eliteuniversitäten.
Hier studieren (Stand: 2019) 16.566 Studierende im Bachelor (Undergraduates), 7.565 in Master-Programmen sowie 3.663 Doktorandinnen und Doktoranden. Damit ist die SNU zahlenmäßig auch eine der größten Universitäten Südkoreas. Zu den vielen namhaften Alumni zählt unter anderem auch Ban-Ki Moon, ehemaliger Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Weltweite Partnerschaften

Mit insgesamt 358 Universitäten in 57 Ländern hat die SNU bestehende Partnerschaften sowie mit 219 Forschungseinrichtungen. Darunter sind auch 20 deutsche Universitäten – vertreten sind die meisten großen Universitäten wie die Ludwig-Maximilians-Universität, Technische Universität München, Karlsruher Institut für Technologie, RWTH Aachen, Universität Hamburg, und viele weitere. Sollte eure deutsche Heimatuniversität kein Partnerschaftsabkommen mit der SNU haben, könnt ihr euch für das „Visiting Student“ Program bewerben: der Unterschied zum „Exchange Program“ liegt hauptsächlich darin, dass ihr euch direkt bei der SNU bewerbt, Studiengebühren zahlen müsst und euch nicht für das Studentenwohnheim bewerben könnt.

Vor einem großen Verwaltungsgebäude sieht man die südkoreanische Flagge sowie eine mit SNU Logo
Hier sieht man neben der südkoreanischen Flagge das Logo der SNU.

Das Leben in Gwanak

Die SNU besitzt mehrere Standorte, verteilt in Seoul und der Umgebung: den Hauptcampus in Gwanak, den Campus der medizinischen Fakultät in Yeongeon, den „green-bio“ Campus in Pyeongchang, sowie den „Smart“ Campus in Siheung. Wie die meisten Studierenden bin ich am Gwanak Campus untergebracht, der sich am Gwanak-san befindet („San“ bedeutet Berg auf Koreanisch).

Eine leere Verkehrskreuzung auf dem Campus mit Blick auf eine Bergspitze in der Ferne
In der Ferne sieht man hier eine der Spitzen des Gwanak-san.

Das hält fit – man läuft täglich rauf und runter, wenn man es drauf ankommen lässt. Es gibt natürlich auch einen sehr regelmäßig fahrenden Bus, aber ich selber genieße das Laufen sehr. Wandern gehen und die Aussicht von ganz oben zu genießen bietet sich auch jederzeit an, allerdings wird dieses Angebot eher von Senioren wahrgenommen als von den Studierenden.

Eine hell beleuchtete Verkehrskreuzung zwischen hohen Gebäuden nachts.
Mit dem Bus dauert es 15 Minuten, zu Fuß etwa 40 Minuten von der Mitte des Campus aus bis man sich im Herzen Gwanaks befindet.

Das Viertel Gwanak selber ist bekanntlich weder das aufregendste noch das schönste Seouls, jedoch hat es seinen eigenen Charme und man kommt mit der U-Bahn Linie 2 schnell in sämtliche andere Regionen der Stadt. Besonders beliebt sind hier Gegenden wie Hongdae und Sinchon, die bekannt für ihr Nachtleben und ihre vielen Studenten sind. Einige Austauschstudierende entscheiden sich bewusst gegen das Leben im Studentenwohnheim, um so etwas mobiler in Seoul unterwegs sein zu können. Hier habe ich mehr über das Leben im Wohnheim geschrieben, ich wohne sehr gerne mitten auf dem Campus!

Navigation zwischen 223 Gebäuden

Ein Weg mit ein paar Studenten, ausgeschmückt von Herbstlaub
Auf dem rund 4,1 km2 große Campus ist man eigentlich immer von Grünfläche umgeben.

Der Campus kann auf einen zu Beginn erst mal etwas unübersichtlich wirken, besonders wenn man aus Deutschland das Konzept einer Campus-Uni eher weniger kennt. Auch ich habe mich mehr als einmal verlaufen, aber hier ist die SNU-Campus-Map sehr empfehlenswert, ebenso wie die App „Kakao Map“. Die digitale Ausstattung der SNU übertrifft bei Weitem das, was ich von deutschen Universitäten kenne: Es gibt eine SNU App, in der es alles vom Mensa-Menü bis hin zu einem digitalen Studentenausweis mit QR-Code gibt (diesen benötigt man zum Beispiel, um die Bibliothek betreten zu können). Auch auf die Online-Lehrplattform „eTL“ kann man problemlos von dieser App aus zugreifen. Mit dem Runterladen der App hat man somit schon den Großteil der notwendigen Bürokratie erledigt!

Eine hohe Treppe und ein modernes Gebäude.
Einer meiner Lieblingsorte hier: Die Bibliothek, die mit ihren über 5,2 Millionen Büchern und einer Fläche von 57,747 m2 zu einer der größten des Landes gehört.
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