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1,3 Milliarden Chicken Wings – Mein erster Super Bowl in den USA

1,3 Milliarden Chicken Wings – Mein erster Super Bowl in den USA

Der Super Bowl gehört zu den USA wie die Sterne auf der Flagge. Leider wurden wir dieses Jahr enttäuscht.

Auch wenn ich mich ehrlich gesagt nicht so sehr für American Football interessiere, ist es in den USA ein Muss, den Super Bowl zu schauen. Beim 53. Super Bowl, dem Saisonfinale der National Football League (NFL), trafen die Favoriten New England Patriots auf die Los Angeles Rams.

Super Bowl heißt super Buffet

Für viele Amerikaner gleicht der Super Bowl einem nationalen Feiertag und ist nach Thanksgiving der Tag, an dem am meisten gegessen wird.

Jedes Jahr werden circa 1,3 Milliarden Chicken Wings verputzt, 120 Millionen Liter Bier getrunken und die amerikanischen Pizzadienste machen ein Drittel ihres Jahresumsatzes – an einem Tag.

Für unser Super Bowl-Buffet hieß das: Challenge accepted. Wir trafen uns zu zehnt bei Freunden und jeder brachte etwas mit: Chicken Wings, Knobi-Brot, Chips & Dips, Tiramisu, Brownies und natürlich Bier. Mit dem Anpfiff ging das große Futtern los.

Enttäuschende, teure Werbung

Neben dem Essen freuten wir uns am meisten auf die Werbepausen, die man in Deutschland nicht zu sehen bekommt.

Obwohl der 53. Super Bowl die wenigsten Zuschauer der letzten zehn Jahre hatte, saßen am Sonntag immerhin fast hundert Millionen Menschen vor dem Fernseher. Deswegen greifen Unternehmen jedes Jahr tief in die Tasche, um ihre Werbung in den Spielunterbrechungen zeigen zu dürfen. Ein 30-sekündiger Werbespot kostet dabei etwa 5 Millionen US-Dollar.

Leider war die Werbung dieses Jahr weder besonders lustig, noch politisch und wir waren etwas enttäuscht. Aber macht euch hier gerne selbst ein Bild: Top Ten Super Bowl 53. Commercials.

Langweiliges Spiel, lahme Halbzeitshow

Als zur Spielhälfte gerade mal drei Punkte für die Patriots auf der Anzeigetafel standen, waren wir alle gespannt auf die Halbzeitshow, die für viele der einzige Einschaltgrund ist.

Im Gegensatz zu den überragenden Auftritten von Lady Gaga und Justin Timberlake der letzten Jahre, war ein halbnackter Adam Levine leider das spektakulärste was der diesjährige Showact Maroon 5 auf die Bühne brachte. Kurze Auftritte der Rapper Travis Scott und Big Boi machten das Ganze auch nicht besser.

Am Ende gewannen die New England Patriots mit 13:3 gegen die LA Rams im punkteärmsten Super Bowl der NFL-Geschichte.

Fazit: Es war zwar ein langweiliges Spiel, aber es hat trotzdem Spaß gemacht, den Super Bowl zum ersten Mal in den USA zu gucken.

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