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Ich bin überzeugt: Reisen ist die beste Bildung!

Ich bin überzeugt: Reisen ist die beste Bildung!

Seit meiner Rückreise ist schon fast wieder ein ganzer Monat vergangen. Moment mal – ein ganzer Monat?! Um ehrlich zu sein, kommt es mir so vor, als wäre ich gestern erst gelandet. Zurück in Deutschland habe ich über die Zeit auf Zypern und neue Pläne nachgedacht.

Meine Mission

Zu Beginn meines großen Abenteuers war mir klar, dass ich in eine völlig neue und fremde Kultur am Rande Europas eintauchen werde. In meiner Mission habe ich mich darauf fokussiert, die Insel Zypern mit ihrer Kultur so gut wie möglich kennenzulernen: Die Geschichte, die Sprache(n), die Menschen, die Infrastruktur, aber auch zum Beispiel die Essgewohnheiten – alles Dinge, über die ich mir neues Wissen aneignen wollte, um dadurch so gut wie möglich in mein neues Heimatland einzutauchen.

Damit die Mission erfüllt werden konnte, habe ich neue Sachen ausprobiert:

  • Ich bin im Linksverkehr gefahren.
    Erkenntnis: Zyprioten sind sehr ruhige und freundliche Autofahrer.
  • Ich habe Straßenmusik gemacht.
    Erkenntnis:
    Mit meinem Musikgeschmack habe ich leider nicht den der Zyprioten getroffen. Oder es waren an dem Tag/Abend einfach nicht die richtigen Zuhörer vor Ort. In Deutschland werde ich trotzdem ab und zu noch auf der Straße musizieren.
  • Ich habe die Unterwasserwelt erkundet.
    Erkenntnis:
    Zypern hat eine unfassbar vielfältige Unterwasserwelt, die zum Teil noch unberührt ist.
  • Ich habe viele lokale Gemüse- und Obstsorten probiert.
    Erkenntnis:
    Die Zyprioten bauen viele Obst- und Gemüsesorten auf ihren eigenen Plantagen an und mögen es überhaupt nicht, wenn Lebensmittel weggeworfen werden. Eine neue Idee, damit möglichst alle frischen Lebensmittel verwertet werden, habe ich in diesem Beitrag thematisiert.
  • Ich bin Jetski und Kayak gefahren.
    Erkenntnis:
    Bei Gesprächen mit den Betreibern wurde mir einmal mehr klar, wie sehr Zypern auf den Tourismus angewiesen ist. In diesem Jahr haben aufgrund von Corona zum Beispiel Souvenirshops nur zwölf Prozent ihres eigentlichen Umsatzes generiert.

    Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort haben mir das meiste Wissen vermittelt:

  • Gespräche mit Restaurantbesitzern.
    Erkenntnis:
    Mir wurde erklärt, warum es in der Natur der Insel leider viel Müll gibt. Zu diesem Thema habe ich diesen Beitrag verfasst.
  • Mein Vermieter (Zypriot) hat mir regelmäßig lokale Früchte und Gemüse aus eigenem Anbau gebracht.
    Erkenntnis:
    Oliven, Feigen, Granatäpfel, Orangen, Bananen und Äpfel aus eigenem Anbau schmecken am besten. Besonders nachdem mir erklärt wurde, wie viel Arbeit dahinter steckt.
  • Mein griechischer Mitbewohner hat mit mir gekocht.
    Erkenntnis:
    Halloumi und Fisch sind typische Gerichte auf Zypern. Aber es gibt auch viele vegane Alternativen, da auf Zypern viele Gerichte mit Reis, Nudeln, Gemüse und Brot zubereitet werden.
  • Mein Autovermieter hat mir die Mentalität der Zyprioten erklärt.
    Erkenntnis:
    Die Bewohner Zyperns sind so gut wie nie pünktlich, aber sie sehen das auch nicht negativ. Ich habe dadurch gelernt, entspannter zu sein.
  • Mein griechischer Freund und mein zypriotischer Tätowierer haben mir die Landessprache(n) erklärt.
    Erkenntnis:
    Die griechische Sprache hat ein eigenes Alphabet, das aus 24 Buchstaben besteht, und die Aussprache unterscheidet sich in Griechenland und auf Zypern. Eine Art „Dialekt“ und teilweise unterschiedliche Wörter sind in dem auf Zypern gesprochenen Griechisch vorhanden.
Abschiedsbild mit meinem Vermieter, der zuvor noch meine Gitarre unterschrieben hat.
Ein Abschiedsbild mit George, meinem zypriotischen Vermieter.

Mein Praktikum

Neben so vielen Ereignissen und neuen Einflüssen hat natürlich auch mein Praktikum eine große Rolle gespielt. Von montags bis freitags war ich jeweils acht Stunden im Büro des DOREA Educational Institutes. Dort habe ich gearbeitet, aber auch viel Spaß gehabt. Ich konnte durch die internationale Arbeitsatmosphäre auch hier viele neue Dinge über andere Kulturen lernen. Und das hier sind nur ein paar Beispiele: Ich habe mich mit dem spanischen Temperament, das mich teilweise völlig nervös gemacht hat, auseinandergesetzt. Ich habe litauische Weihnachtstraditionen kennengelernt – dort werden an Weihnachten zwölf Gerichte gekocht, damit für jeden Monat des vergangenen Jahres eine Mahlzeit angeboten werden kann. Durch meine tschechische Kollegin habe ich erfahren, dass ein Großteil der Bevölkerung dort Atheisten sind. Und meine polnische Kollegin hat mir unaussprechliche Wörter ihrer Landessprache beigebracht. Aber auch durch meine Aufgaben im Praktikum konnte ich mir viel Wissen aneignen. So habe ich meinen Umgang mit verschiedenen Video-Schnitt-Programmen professionalisieren können. Ich habe einige Sachen zum Thema Social Media gelernt und weiß nun vor allem, wie eine Non-Profit-Organisation funktioniert. Als Bonus oben drauf: Ich konnte mein Englisch deutlich verbessern und habe praktische Erfahrungen in einem internationalen Arbeitsumfeld gesammelt.

Mehr Informationen zu meinem Praktikum könnt ihr hier nachlesen.

Fotoshooting für Social Media Kanäle vom DOREA Educational Institute
Weihnachts-Fotoshooting für die Social-Media-Kanäle vom DOREA Educational Institute.

Damit ich Zypern und die Menschen niemals vergesse…

Ich bin eigentlich kein Freund von Souvenirs, aber eine Gitarre musste ich mir kaufen. Meine Idee dahinter: Alle, die ich während meiner Zeit auf Zypern kennengelernt habe, sollten darauf  unterschreiben. Am Ende war der Rücktransport des neuen Instruments fast so teuer,wie das Instrument an sich – aber es hat sich gelohnt:

Meine signierte Gitarre aus Zypern.
Meine signierte Gitarre aus Zypern.

Eine weitere Erinnerung: Ein Tattoo – die Idee dafür habe ich schon vor 4 Jahren auf ein Blatt Papier gemalt. Auf Zypern war es endlich so weit und somit trage ich nun einen wichtigen Bestandteil meines Lebens und eine Erinnerung an meine Zeit auf Zypern immer bei mir:

Mein neues Tattoo auf der Innenseite meines linken Oberarms.
Mein neues Tattoo auf der Innenseite meines linken Oberarms: Ein Notenschlüssel mit einer Gitarre und zwei Schlagzeugstöcken.

Meine Überzeugung: Reisen ist die beste Bildung!

Der Titel meines letzten Beitrages fasst alle meine Erfahrungen perfekt in einem Satz zusammen: Reisen ist die beste Bildung! Ich habe unheimlich viel über andere Kulturen und Menschen gelernt. Und wie heißt es so schön: Wenn wir etwas über andere Menschen lernen, lernen wir auch etwas über uns selbst. Für mich war es dabei wieder spannend, aus meiner Welt in Deutschland auszubrechen und ganz neue Dinge kennenzulernen. Dadurch hat sich meine Perspektive auf die ganze Welt noch mal mehr verändert und ich bin der Meinung, dass wir alle viel mehr gemeinsam haben, als wir immer denken. Dabei gibt es weltweit noch so viele Sachen zu lernen, die zu unserer Bildung beitragen – ich persönlich möchte in diesem Bereich niemals auslernen. Dazu möchte ich noch sagen, dass ein kurzer Wochenendurlaub mit einem längeren Aufenthalt nicht zu vergleichen ist. Die Orte zu sehen ist ebenfalls schön, aber noch mal: Die Menschen machen den Ort aus.

Wenn auch ihr Interesse an einem Auslandsaufenthalt habt, dann nutzt jede Möglichkeit und brecht aus eurem alltäglichen Umfeld aus. Es lohnt sich! Bei Fragen könnt ihr mich weiterhin gerne auf allen verfügbaren Kanälen kontaktieren. Ich freue mich auf eure Nachricht!

Bis dann!

Jan

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