31. März 2025
Mittlerweile bin ich schon einige Zeit hier in Newcastle und langsam angekommen und einiges habe ich auch schon erlebt. Meine bisherige Erfahrung: spontan entstehen die besten Abenteuer.
Vor ein paar Monaten bin ich mit ordentlich Flugangst, zwei viel zu schweren Koffern und null Ahnung, was mich erwartet, nach Newcastle gezogen. Mein erster Monat war vor allem von Ankommen, Einkaufen und ersten Bekanntschaften geprägt – darüber habe ich in meinem letzten Blogbeitrag erzählt. Aber jetzt wird’s Zeit für ein Update, denn: Hier ist viel passiert!

Uni-Leben in England – Ähnlich und doch anders
Zwischen all den Abenteuern darf nicht vergessen werden, dass ich ja eigentlich zum Studieren hier bin. Die Vorlesungen laufen ziemlich ähnlich wie in Deutschland ab – Workshops, Vorlesungen und Gruppenarbeiten. Aber was mir hier besonders auffällt: Der Fokus auf „Assessments“ statt Klausuren. Ich schreibe aktuell schon an drei großen Arbeiten für meine drei Kurse, und das Semester ist noch nicht mal vorbei. Assessments sind Abgaben, statt Klausuren auf die ich ansonsten lernen müsste. In dem Fach „IT-Service Management“ muss ich beispielsweise eine Hausarbeit mit maximal 4000 Wörtern darüber schreiben, wie es wäre, wenn ein Unternehmen ein neues IT-Feature einbauen würde, hört sich komplex an, ist es nicht wirklich.
Die Lecturer, also die Dozenten, sind sehr digital eingestellt, was in Deutschland häufig nicht der Fall ist. Auf die Mails hier erhalte ich in wenigen Stunden bereits eine Antwort. Zudem sind die Dozenten hier sehr nett und suchen den direkten Kontakt mit den Studierenden. Zwei von ihnen haben uns auch schon in ein Café eingeladen, was total cool war.
Trotzdem bleibt genug Zeit für alles andere, was Newcastle zu bieten hat. Denn, wenn ich eins gelernt habe: Uni ist wichtig, aber das Leben drumherum macht das Auslandssemester erst richtig spannend.
Britischer Fußball: Mehr als nur ein Spiel
Ich wusste, dass Fußball in England groß ist, aber in Newcastle? Die Fans hier sind nochmal eine andere Liga. Mein erstes Spiel im Stadion war jedoch Sunderland vs. Cardiff. Dachte mir: „Nice, 2. Liga schauen.“ Fehlanzeige. Erst vor Ort habe ich verstanden, dass Sunderland und Newcastle eine absolute Hass-Rivalität haben. Freunde, die sich in Sunderland mit Fanartikeln eingedeckt hatten, wurden in Newcastle nicht gerade freundlich empfangen – sagen wir’s mal so.
Aber damit nicht genug: Manchester United live sehen? Check. Newcastle United im Carabao Cup gewinnen sehen? Check. Und dann noch die Carabao Cup Parade mitfeiern? Mit einem Alan Shearer Trikot, Alan Shearer sehen? Doppelt und dreifach Check! Ich hab in vier Wochen mehr Fußballspiele mitgenommen als mancher Brite in seinem ganzen Leben.
Auch mein Instagram Takeover für Studieren Weltweit war so ein Abenteuer. Da ich wusste wie stressig es sein kann Videos im letzten Moment fertig zu schneiden, habe ich eine Woche vor dem Instagram Takeover angefangen den Content zu produzieren und zu schneiden. Die ganze Woche hat mir sehr viel Spaß bereitet und ich bin sehr froh diese Chance genutzt zu haben.
Einige Tag vor dem Start des Instagram Takeovers haben mein Freund Willem und ich gesehen, dass die Manchester United – Real Sociedad Europa League Tickets relativ billig auf dem Zweitmarkt waren, was uns direkt dazu verleitet hat alles zu buchen.
Der Trip nach Manchester war so eine „Lass mal machen“-Aktion. Ohne großen Plan, einfach los. Spoiler: Hat geklappt – aber sehr knapp. In Newcastle morgens um fünf ins Bett fallen, weil die Rückfahrt länger als erwartet gedauert hat? Gehört halt dazu. Dazu dann das Video nach dem Aufstehen schneiden war hart, aber wurde natürlich erledigt!
Sicherheit in England – Ein unterschätzter Faktor
Etwas, das mir hier extrem positiv aufgefallen ist: Ich fühle mich in England unglaublich sicher. Egal ob tagsüber oder nachts – die Straßen in Newcastle vermitteln mir ein viel sichereres Gefühl als viele Städte in Deutschland. Dazu kommt, dass die Polizei hier super entspannt drauf ist. Ihr könnt echt locker mit den Beamten ins Gespräch kommen, und sie sind auch für ein bisschen Spaß zu haben. Ich hatte sogar schon den Hut auf.

Sport verbindet
Dass ich hier mal mit Boxen anfange, hätte ich nie gedacht. Aber mein Trainer, Andrew McLean – Ex-Commonwealth Boxer – überzeugt mich gerade vom Gegenteil. In England veranstalten verschiedene Boxclubs die „Fight Night“. Man erhält 8 Wochen lang gratis Training und hat anschließend einen Ringkampf gegen einen gleichgültigen Gegner. Ich wollte schon seit längerer Zeit mit Boxen anfangen und jetzt hatte ich die perfekte Gelegenheit. Harte Sessions, aber auch richtig coole Leute, die ich durch den Sport kennengelernt habe. Generell habe ich gemerkt: Sport ist die einfachste Möglichkeit, Leute kennenzulernen. Ob im Gym, im Stadion oder auf dem Rugby-Feld – hier geht’s nicht nur um den Sport selbst, sondern auch ums Zusammensein. In diesem Video zeige ich zudem wie ihr an einem neuen Ort Freunde finden könnt.
Was bisher geschah…
Meine ersten Monate hier waren eine wilde Mischung aus Uni, Spontanität, Sport und britischer Fußballkultur. Und ehrlich? Ich hätte es mir nicht besser ausmalen können. Mein Tipp für alle, die mal ein Auslandssemester machen: Sag einfach „Ja“ zu spontanen Erlebnissen. Manchmal landet ihr in einem Stadion voller emotionaler Fußballfans oder auf einer Parade, von der ihr am Vortag noch nichts wusste – aber genau das macht’s aus. Ich bin gespannt, was die nächsten Monate noch bringen. Aber jetzt erstmal: Abwarten und Tee trinken. Oder halt ein weiteres Fußballspiel besuchen. Für mehr Content von mir könnt ihr gerne meine Social-Media-Kanäle besuchen!