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Wie finanziere ich meinen USA-Auslandsaufenthalt?

Wie finanziere ich meinen USA-Auslandsaufenthalt?

Im vorigen Beitrag hatte ich beschrieben, wie teuer ein Auslandsaufenthalt in den USA werden kann. Deswegen ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit der Finanzierung auseinanderzusetzen. Zum Glück gibt es Stipendien, die Studenten bei Auslandsaufenthalten unterstützen.

PROMOS ist die Kurzform für Programm zur Steigerung der Mobilität von Studierenden deutscher Hochschulen und das Stipendium, welches mir vom DAAD gewährt wurde. Das Besondere an diesem DAAD Stipendium: Die Fördermittel werden an die Universitäten übergeben, die dann selbstständig über die Vergabe entscheiden können. Erste Anlaufstellen bei Fragen und Bewerbung sind deshalb die International Offices eurer Hochschulen. Welche weiteren Fördermöglichkeiten es für Lehramtsstudierende gibt, siehst du hier.

Bereits im letzten Jahr hatte ich mich um dieses Stipendium beworben und alle nötigen Unterlagen vor dem 31.09. bei meiner Universität eingereicht. Zu den Unterlagen gehören:

  • 2-seitiger PROMOS-Bewerbungsbogen
  • Motivationsschreiben, das die Sinnhaftigkeit des geplanten Aufenthalts in Bezug auf das bisherige Studium darlegt (max. 1 Seite)
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Übersicht über bisher erbrachte Prüfungsleistungen
  • Abschlusszeugnisse in Kopie
  • Sprachnachweise, Nachweis über Vorbereitungsmaßnahmen (z.B. Interkulturelles Training etc.)
  • bei Praktika: Bestätigungsschreiben der Praktikumsstelle mit Angabe der Tätigkeit und des Zeitraums

Neben Praktika werden Studienaufenthalte, Sprachkurse im Ausland, Studien- und Wettbewerbsreisen gefördert. Studiengebühren werden nicht bezuschusst und es gelten gewisse Kombinationsregelungen, falls man weitere Stipendien in Anspruch nimmt. Prinzipiell erlischt bei einer Förderung durch öffentliche Mittel aus Deutschland desselben Förderzwecks (z.B. ERASMUS+) der Anspruch auf ein PROMOS-Stipendium. BAföG Leistungen zählen aber nicht dazu, sie können sich sogar positiv auf deine Stipendiumspauschale auswirken. Die Fördersätze lassen sich auf der Homepage des DAAD unter dem Dokument „PROMOS-Stipendienpauschalen“ einsehen. Ich habe letztendlich für mein 5-monatiges Praktikum ein Stipendium über 2.100 Euro zugesprochen bekommen. Es lohnt sich also definitiv, sich zu bewerben. An den Bewerbungsunterlagen sitzt man im Vergleich zu anderen Stipendienprogrammen (oder auch den Bafög-Unterlagen) nicht lange und dadurch, dass es durch die eigene Uni vermittelt wird, hat man sehr gute Chancen.

PROMOS Fördersätze 2017

Ein weiterer Pluspunkt: Als DAAD-Stipendiat hat man die Möglichkeit, sich über die Auslandsversicherung (kombinierte Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung) über den Gruppentarif des DAAD zu versichern. Die Auslandskrankenversicherung für die USA hat mich so nur 32 Euro monatlich gekostet als die üblichen 50 Euro und mehr. Der diesjährige Ausschreibungszeitraum wird der 6. – 31. Oktober sein, ihr habt also noch genug Zeit, alle Bewerbungsunterlagen zu erstellen 😊.

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