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Halbzeit in New York Ein Blick zurück und nach vorne


Als ich im August ins Flugzeug nach New York City stieg, war mir klar, dass es ein spannendes Jahr werden würde. Doch wie spannend es wirklich sein würde, hätte ich nie vorhersehen können. Zur Halbzeit ein Blick zurück – und ein Blick nach vorne.

Meine Zeit in New York begann mit der Welcome Week an der New York University (NYU). Eine Woche voller Veranstaltungen, neuer Eindrücke und sogar einem Ball über den Dächern von New York City. Dann begann “der Ernst des Lebens”.

Andere Semesterzeiten in New York

In New York ist das akademische Jahr anders aufgeteilt als in Deutschland. Hier beginnt der Fall Term (vergleichbar mit dem Wintersemester) Anfang September und endet zu Weihnachten. Der Spring Term (vergleichbar mit dem Sommersemester) hat gerade begonnen und wird Mitte Mai enden.

Der Torbogen des Washington Square Parks ist das Herz des NYU-Campus.

Anderes Uni-System in New York

Bereits in der ersten Woche der Vorlesungszeit habe ich so einige Unterschiede im Uni-System beobachtet. So zum Beispiel, dass Kurse hier nicht cum tempore, sondern sine tempore – also ohne Akademisches Viertel – beginnen. An der NYU ist es in manchen Gebäuden auch üblich, vor Beginn des Kurses um den Block anzustehen.

Nach einem Semester an der NYU kann ich nun auch sagen, dass die Kurse selbst anders strukturiert sind als in Deutschland. Im Großen und Ganzen sind die Kurse etwas praxisorientierter, es wird viel Wert darauf gelegt, dass die Theorien auch angewandt werden. Der größte Unterschied liegt aber wohl in den Voraussetzungen für die Scheine.

Schlangestehen für den Einlass in den Kursraum? An der NYU völlig normal.

Mehr zu tun an der US-Uni

Teilnahmescheine ohne Prüfungsleistung gibt es hier nicht. In jedem Kurs muss die Prüfungsleistung erbracht werden – und die hat es teilweise wirklich in sich. In zwei meiner Kurse hatte ich ein Midterm Exam und ein Final Exam. Dazu kamen im einen Kurs mehrere Response Paper, im anderen Kurs eine Hausarbeit und wöchentliche (benotete) Hausaufgaben. Aus all diesen Leistungen setzte sich dann die Note zusammen. In meinem Studio-Kurs war das etwas anders. Dort gab es jede Woche Aufgaben und am Ende ein Final Project, aus denen sich dann die Note zusammensetzte.

The College Experience: Wie die Uni Studierende zusammenbringt

Die Uni ist hier sehr zeitintensiv. Dadurch, dass es verschiedenste (Prüfungs-)Leistungen im Semester gibt, ist man oft damit beschäftigt. Das eröffnet aber auch Gespräche mit Kommilitonen. Ob gemeinsames Projekt, Lerngruppe oder ein mehrstündiger Studio-Kurs: Die Uni-Arbeit schweißt Studierende hier richtig zusammen. Die College-Erfahrung ist in den USA etwas, was Studierende gerne miteinander teilen und über dieses gemeinsame Erlebnis formen sich auch Freundschaften.

Die Erlebnisse überschlagen sich

Trotz dieses hohen Zeitaufwandes hatte ich zum Glück auch Zeit, ein bisschen die Stadt zu erkunden. Über einige Erfahrungen habe ich ja bereits berichtet. Von der Eröffnung der New York Fashion Week über Good Morning America und Live with Kelly bis hin zu Steuben-Parade, One World Trade Center und Metropolitan Museum of Art. Ein spannender Wahlkampf, eine emotionale Achterbahnfahrt bei der offiziellen Clinton Wahlparty, eine funkelnde Adventszeit – die Erlebnisse überschlagen sich.

Für jeden ist in New York etwas dabei, und ich habe noch lange nicht alles gesehen. Gut also, dass ich noch ein paar Monate Zeit habe!

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