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Auslandsaufenthalte für Medizinstudierende

Du studierst Medizin und möchtest den Arbeitsalltag in einem Krankenhaus außerhalb von Deutschland kennenlernen, herausfinden, wie ein Medizinstudium im Ausland aussieht oder willst einfach deine Sprachkenntnisse verbessern? Hier erfährst du, was du dabei beachten solltest, welche Möglichkeiten du hast und wie du das Ganze finanzieren kannst.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, während des Medizinstudiums ins Ausland zu gehen. Egal wofür du dich entscheidest: Wenn du möchtest, dass deine Leistungen anerkannt werden, solltest du das vorab mit dem Prüfungsamt deiner Heimatuni klären. Das gilt sowohl für Prüfungsleistungen im Studium als auch für den praktischen Teil. Deine Möglichkeiten im Überblick:

Auslandssemester

Ein klassisches Auslandssemester ermöglicht es dir, das Medizinstudium in einem anderen Land kennenzulernen, deine Sprachkenntnisse zu verbessern und dich international zu vernetzen. Hast du schon ein bestimmtes Land im Sinn, sollest du dich an deiner Heimathochschule erkundigen, ob es dort Partnerunis gibt. Meist haben die Unis bereits Vereinbarungen miteinander getroffen, so dass es leichter sein sollte, dir Leistungen aus dem Ausland für dein Studium in Deutschland anrechnen zu lassen.

Praktikum, Famulatur oder Praktisches Jahr

Du möchtest lieber Praxiserfahrung im Ausland sammeln? Wenn du ein Praktikum im Ausland absolvieren möchtest, kannst du dich selber auf die Suche nach einem geeigneten Platz machen oder in deinem Fachbereich oder dem International Office deiner Uni fragen, ob es Kliniken in deinem Wunschland gibt, mit denen es bereits Kooperationen gab.

Es ist auch möglich, einen Teil deiner Famulatur im Ausland zu verbringen. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschland (BVMD) hat beispielsweise ein Austauschprogramm und kann dich unterstützen, einen passenden Platz zu finden.

Du kannst aber auch dein Praktisches Jahr (PJ) oder zumindest einen Teil davon im Ausland verbringen – nicht alle Unis erlauben, das ganze PJ im Ausland zu absolvieren. Frag am besten direkt bei deiner medizinischen Fakultät nach. Viele Unis haben Listen mit Kliniken in anderen Ländern, an denen du dein Praktikum machen kannst.

Forschung

Vielleicht gibt es eine Uni im Ausland, deren Forschung dich besonders interessiert? Oder du möchtest für deine Doktorarbeit mit bestimmten Forschungsteams im Ausland zusammenarbeiten? Auch Forschungsaufenthalte im Ausland sind für Medizinstudierende möglich. Der BVMD hat dafür ebenfalls ein Programm. Oder du machst es wie unser Correspondent Backtosch und bewirbst dich direkt an dem Institut oder der Fakultät, an dem oder der du forschen möchtest. Auch hier gilt: Kläre mit deiner Heimatuni, wie du den Forschungsaufenthalt am besten in deinen Studienverlauf integrieren kannst.

Finanzierung

Wenn du im europäischen Ausland studieren möchtest, ist das Erasmus+ Programm etwas für dich. Das Stipendium befreit dich von den Studiengebühren im Ausland und du musst nur noch den üblichen Semesterbeitrag an deiner Heimatuni zahlen, außerdem bekommst du weitere finanzielle Unterstützung.

Für andere Länder und auch für Aufenthalte während deiner Doktorarbeit ist das Promos-Programm interessant. Sowohl Promos als auch Erasmus+ werden über die Universitäten vergeben, das heißt, du musst dich an deiner Heimatuni für die Förderung bewerben. Das International Office wird dir dazu weiterhelfen können.

Der DAAD bietet außerdem einige Stipendien, die für dich in Frage kommen könnten. In der Stipendiendatenbank kannst du ganz gezielt suchen.
Auch wenn du in Deutschland kein BAföG bekommst, bestehen Chancen auf eine finanzielle Unterstützung im Ausland.

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