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277 Tage Montreal – so war’s!

Mittlerweile sind die letzten Prüfungen geschrieben und korrigiert, der letzte Papierkram erledigt und das Zimmer ausgeräumt – höchste Zeit etwas über meinen Austausch zu reflektieren. Das Destillat dessen, was ich in Montreal erlebt und was ich von dort mitgenommen habe, lest ihr in diesem Beitrag.

Am 10. August 2016, gegen 17 Uhr, bin ich hier in Montreal gelandet (mit dem richtigen Visum in der Tasche). Jetzt, 277 Tage später, bereite ich mich darauf vor, diese Stadt in der ich so viel Neues erlebt habe wieder zu verlassen. Dazwischen lag eine lange Zeit voller neuer Menschen, einer neuen Sprache und vieler Dinge, die ich gelernt habe. Inwiefern mich diese Erfahrung geprägt hat, wird sich wohl erst in den nächsten Jahren zeigen, extrem bereichernd war sie auf jeden Fall.

 

Meine neuen Freunde

Es sind vor allem die Menschen, mit denen man die Zeit im Ausland verbringt, die das Erlebnis erst richtig einprägsam werden lassen. Ich habe hier in Montreal viele neue Freunde gefunden, einerseits unter den internationalen Studierenden (die ich sicher auch in ihren Heimatländern besuchen werde), andererseits unter den Quebecern. Ich bin sehr glücklich, so viele tolle und besondere Menschen kennengelernt zu haben. Dafür ist es ein allerdings ein Muss, für jeden ankommenden Studenten in den ersten Wochen zu „networken“. Da aber alle Anderen auch in derselben Situation sind, findet man schnell Anschluss, vor allem bei den Events von „UdeMonde“. Auch die Quebecer Studenten die man im Café La Planck oder in den Kursen kennenlernt sind den Austauschstudenten gegenüber sehr offen – und natürlich auch eine wertvolle Ressource, denn sie wissen Bescheid, welche Professoren und Kurse gut sind und welche man besser meidet! Solltet ihr wie ich zwei Trimester im Ausland studieren, so müsst ihr aufpassen, dass ihr nicht in die „Zweittrimester-Falle“ tappt: Viele eurer Freunde werden nur ein Trimester bleiben, und so steht ihr im Januar dann nur noch mit einem Drittel eures Freundeskreises da. Abhilfe schafft da, sich mit den einheimischen Mitstudenten anzufreunden und zum zweiten Trimester noch einmal die Einführungsveranstaltungen zu besuchen.

So war mein Studium in Montreal

Das Studium an der Université de Montreal war auch aus akademischer Sicht ein großer Gewinn. Allgemein fand ich das Niveau der Lehre hier gut und auch die Professoren waren super zugänglich. Ich hatte die Freiheit, mir meine Kurse nach guten Professoren und interessanten Themen auszusuchen – was ich auch jedem empfehlen würde, der ins Ausland geht! Man verbringt, vor allem hier in Kanada, sehr viel Zeit in der Universität, sei es in Vorlesungen oder beim Anfertigen der Hausaufgaben. Sind die Themen allerdings interessant, ist das keine zu große Belastung.

Montreal – lebenswert, aber kalt

Montreal ist auch eine sehr lebenswerte Stadt: die Metropolregion hat ungefähr so viele Einwohner wie Berlin, das heißt es ist immer etwas geboten. Auch die Architektur mit den vielen kleinen Backstein-Duplexen ist einzigartig und ein schöner Kontrast zu europäischen Städten. Die ersten Tage verbringt man als Austauschstudent für gewöhnlich damit, eine Wohnung zu suchen. Achtet dabei auf die Auswahl eurer Mitbewohner: mein größter Fehlgriff während meines Auslandsjahres war meine WG. Das Klima unter uns Mitbewohnern passte einfach nicht – in einer solchen Situation lauft ihr schnell Gefahr, die Lust am Auslandsaufenthalt zu verlieren! Sehr praktisch war es auch, dass ich mir in Montreal ein Konto eröffnet habe. Das Leben hier ist teurer als in Deutschland, vor allem Essen und Trinken schlagen kräftig zu Buche. Ich hatte das Glück, neben Auslands-Bafög eine zusätzliche Unterstützung von der TU Berlin zu erhalten.

Montreal sollte man nur meiden, wenn man den Winter partout nicht ausstehen kann, denn dieser dauert hier von November bis April. In dieser Zeit sind die Tage kurz und die Schneeberge in den Straßen hoch. Allerdings gewöhnt man sich ganz gut an die niedrigen Temperaturen – passende Kleidung vorausgesetzt. Es ist auch schlau, den Winter so zu nehmen wie er ist und sich daran zu erfreuen, zum Beispiel beim Skifahren oder Langlauf. Selbst im Winter und bei Schneestürmen kann man darauf zählen, dass Busse und Bahnen fahren. Man kommt mit den öffentlichen Verkehrsmittel immer gut von A nach B.

Fazit

Würde ich euch empfehlen ein Auslandssemester zu machen?
Auf jeden Fall!
Würde ich euch empfehlen, es in Montreal zu machen?
Oh ja!
Würde ich euch empfehlen, es an der Université de Montréal zu machen?
Bien sûr!

Solltet ihr eine Frage zum Auslandsstudium in Montreal haben, so kontaktiert mich doch einfach!

 

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