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Turbulenter Auftakt dank Sabine

Turbulenter Auftakt dank Sabine

Der Sturm Sabine hat Deutschland heimgesucht und dafür gesorgt, dass viele Flüge gestrichen wurden. Kurzfristig wurde mein Flug nach Spanien von Montag auf Sonntagabend gelegt. Mir blieb nur eine Stunde Zeit, zu packen und loszufahren.

Sonntag, 09.02.2020 – Das Chaos beginnt

14 Uhr

Nichtsahnend will ich für meinen Flug einchecken, als ich sehe, dass dieser gerade gestrichen wurde. Die Alternativverbindung, auf die ich umbuchen kann, geht heute Abend um 19 Uhr.

15 Uhr:

Vollkommen gestresst und aufgeregt hetze ich durch das Haus und suche meine letzten Sachen zusammen. Zum Glück hatte ich am Tag davor schon den Großteil gepackt (ein Hoch auf meinen Organisationswahn!).

16 Uhr

Während der Autofahrt, versuche ich irgendwie noch eine spontane Übernachtungsmöglichkeit in Barcelona zu organisieren. Zum Glück hat der Vermieter meiner Unterkunft spontan noch ein Zimmer frei, in das ich kann.

18 Uhr

Am Flughafen angekommen sehe ich das alle Flüge, die ein nördlicheres Ziel als Nürnberg ansteuern, bereits gestrichen wurden. Ein Glück kann ich den Flug nach Barcelona heute noch nehmen.

Ein Mädchen am Flughafen vor der Fliganzeige zusammen mit ihrem Koffer.

18 Stunden früher am Flughafen als geplant. Los geht’s!

19 Uhr

Der Abflug verzögert sich aufgrund einer defekten Maschine und eines spontanen Flugzeugwechsels. Die allgemeine Stimmung bei den Touristen um mich herum wird noch einen Tick angespannter, als sie sowieso schon war.

20 Uhr

Schon fast auf der Startbahn dreht das Flugzeug noch einmal um, wegen eines Krankheitsfalls. Krankenwagen, Notarzt und Feuerwehr tauchen auf und eine leichte Panik tritt bei den anderen Gästen auf. Eine halbe Stunde später heben wir endlich in Richtung Barcelona ab.

22:30 Uhr

Wir landen bei lauen Temperaturen in Barcelona. Nach einem entspannten Flug mit Blick auf die Allianz-Arena und Schnee bedeckte Alpen habe ich die erste Etappe endlich geschafft. Busse holen uns vom Flugzeug ab und bringen uns leider nicht wie vom Flugbegleiter versprochen zum Strand, sondern zum Terminal.

23:00 Uhr

Mit meinem Gepäck suche ich nach einem Taxi und fahre zu meiner Unterkunft. Die Luft draußen ist warm und mit jeder Minute verliebe ich mich etwas mehr in diese Stadt, die Lichter und die Ruhe, die sie um diese Uhrzeit ausstrahlt.

Montag 10.02 – Der erste richtige Tag in Barcelona

11:00 Uhr

Nach nur wenigen Stunden Schlaf nehme ich das nächste Taxi zu meiner Unterkunft für die nächste Woche. Die Sonne scheint und die Art und Weise wie rasant der Taxifahrer die Straßen entlang fährt (eindeutig schneller als erlaubt), riskanteÜberholmanöver beginnt und abrupt wieder abbremst, erinnert mich an meine Zeit in Tansania, als ich auf Motorrädern durch die Gegend gefahren wurde. Ein beruhigendes Gefühl von Heimat und Vertrautheit breitet sich in mir aus.

14:00 Uhr

Das Glücksgefühl verstärkt sich als ich bei 21 Grad das erste Mal die Stadt erkunde. Die Häuser, die Straßen und die allgemeine Stimmung in der Stadt ziehen mich sofort in ihren Bann. Meine unruhige Stimmung vom Tag davor ist nun endgültig weg und es kehrt wieder Ruhe und Vorfreude auf die nächsten sechs Monate in mir ein.

Egal wie ungeplant und turbulent so mancher Anfang sein kann, irgendwann kehrt immer wieder Ruhe ein. Ich bin jetzt seit vier Tagen in Barcelona und im Nachhinein sehr dankbar über die spontane Flugveränderung. Ich hatte dadurch einen Tag länger Zeit, mich einzuleben, bevor es am Dienstag direkt losging mit meinem Praktikum. Aller Anfang ist schwer aber Planänderungen und unvorhergesehene Ereignisse gehören auch immer zu einem Auslandsaufenthalt dazu. Ich bin gespannt, was noch alles an kleinen oder vielleicht auch größeren Schwierigkeiten auf mich zukommen wird innerhalb dieser Zeit.

Tobi macht gerade sein Auslandssemester in Grenoble und wenn ihr wissen wollt wie der Anfang in Frankreich für ihn so war, schaut gerne mal hier vorbei.

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