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Wenn der Traum vom Auslandssemester wahr wurde …

Wenn der Traum vom Auslandssemester wahr wurde …


Es ist wahr: Ich darf in einem der besten spanischen Krankenhäuser lernen, tauche in eine andere Kultur und Sprache ein und nehme gleichzeitig noch das gesamte Erasmusfeeling mit. Außerdem falle ich quasi aus dem Bett und liege direkt am Strand. Warum es sich auf jeden Fall lohnt ein Auslandssemester und noch dazu in Barcelona zu machen.

Das Klima

Mitte Dezember bei 18 Grad einen Glühwein zu trinken, fühlt sich auf jeden Fall komisch an, zeigt jedoch bereits, wie lebenswert die katalanische Hauptstadt ist. Auch wenn ich den Schnee vermisst habe, war es eine tolle Erfahrung, erst ab Anfang November einen Pullover gebraucht zu haben. Im August ist es mit fast 40 Grad etwas zu warm für meine Verhältnisse, jedoch bin ich erst im September angereist und musste in der Klinik nicht schwitzen.

Das Essen

Tapas, Tapas, Tapas, ein bisschen Paella und Essen aus aller Welt wie in jeder Großstadt. Hier verweise ich gerne auf meinen Blogbeitrag über Tapasbars. Einkaufen hat sich sehr heimisch angefühlt, da ich immer zu einem mir aus Deutschland bekannten Discounter ging. Das Sortiment war jedoch etwas mediterraner.

Die Stadt

Die Stadt ist mit ihrer Lage direkt am Meer gesegnet, quasi an der Costa Brava, einem bekannten Ausflugsziel. Auch wenn die ein paar wenige Kilometer langen Stadtstrände vergleichsweise nicht die schönsten sind, ist es immer ein paar Stunden wert, die Sonnenstrahlen im weichen Sand zu genießen. Der Sand wird in nordöstlicher Richtung weicher. Musikbox, Handtuch und Verpflegung einpacken und die Sonnencreme nicht vergessen. 

Barcelona
Ein Blick auf Barcelona.

Weiterhin gibt es ein toll ausgebautes U-Bahnnetz, wunderschöne Feste und Traditionen. Leider gibt es sehr viele Taschendiebe. Ansonsten gibt es jedoch absolut nichts zu beanstanden. Auch die katalanische Sprache ist halb so wild, wenn man ihr mit offenen Armen begegnet und Grundkenntnisse in Spanisch mitbringt.

Das Erasmus-Programm

Barcelona ist nicht umsonst ein beliebtes Reiseziel für Studierende. Es ist sehr einfach, Freundschaften zu schließen, bei den unzähligen Events und Veranstaltungen. Es sind wirklich alle Nationalitäten vertreten und man wächst an sich selbst und mit jeder Erfahrung. Man fühlt sich zu Beginn vielleicht noch alleine, doch genauso schnell der Erasmusfamilie zugehörig. 

Ich habe lange überlegt, welche spanische Stadt es werden soll. Ich hatte Zaragoza, Madrid, Alicante und Barcelona zur Auswahl. Ich hatte sehr viel Respekt vor der Größe von Barcelona und ihrer Sprache. Dennoch war es die absolut beste Entscheidung, die ich treffen konnte und würde diese Erfahrung um keinen Preis missen wollen. In Madrid hätte ich keinen Strand gehabt, auch wenn die Stadt genauso schön sein soll. In Zaragoza schließt man aufgrund der geringeren Anzahl an Erasmusstudenten und Einwohnern sicherlich schneller enge Freundschaften, jedoch schafft man das genauso in Barcelona. In dieser Hinsicht kann ich mich überhaupt nicht beschweren. Ich habe im Nachhinein auch das Gefühl, dass in einer kleineren Stadt irgendwann auch Langeweile auftreten kann. In Barcelona kann ich mir das selbst nach einem halben Jahr nicht vorstellen. Alicante soll auch sehr schön sein, jedoch ist die Universität in der Nachbarstadt und ich finde diese Situation ungemütlich, wird jedoch letztendlich auch halb so wild sein. 

Doch eigentlich ist es auch zweitrangig, wohin man geht. Die Devise sollte lauten „Ja zu Erasmus“. Für mich war die Sprache ausschlaggebend. Jetzt kann ich sagen, ich habe ein halbes Jahr in Barcelona studiert. Was gibt es Schöneres. Mittlerweile konnte ich meine Spanischkenntnisse nun auch schon im Krankenhaus in Deutschland in der Notaufnahme anwenden. Also fangt jetzt an eine Sprache zu lernen oder aufzufrischen und bewerbt euch.

Was ich anders machen würde!

1. Ich würde mehr versuchen, in spanische Cliquen reinzurutschen und somit die Stadt von Beginn an mit „Locals“ zu erleben und Geheimtipps nicht erst im letzten Monat zu entdecken. Aufgrund der Fülle an Erasmusstudierenden tendiert man auch aus Bequemlichkeit, schon dazu, nur mit diesen Leuten abzuhängen.

2. Ich würde das nicht als Chinatown deklarierte chinesische Viertel, öfters besuchen. Man kann hier sehr gut essen gehen. Es befindet sich nordöstlich des Arc de Triomf.

3. Zu Beginn des Aufenthalts sollte man sich eine Orangenpresse für unter 5 Euro kaufen. Man bekommt 1 Kilo Orangen für ungefähr einen Euro. Das sind 6 bis 7 Orangen. Jeden Tag einen frisch gepressten Orangensaft (aus nur 2 Orangen) zu trinken und diesen ganz einfach selber herzustellen, war wundervoll.

Wochenmarkt Mataró
Wochenmarkt

Geht mit offenen Augen durch die Stadt und genießt dieses unvergessliche Abenteuer! Danke an den DAAD für die Gelegenheit, meine Erfahrungen zu teilen!

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