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Wie finanziert man sich einen Aufenthalt in China?

Wie finanziert man sich einen Aufenthalt in China?

Ein Aufenthalt in China ist nicht unbedingt günstig, wenn man bedenkt, dass nebem dem Lebensunterhalt vor Ort noch Flug-, Impf- und Visakosten hinzukommen. Es gibt gewiss auch günstigere Städte als Shanghai – da kann ein Studentengeldbeutel ganz schön schnell leer werden. Wie man sich trotzdem ein Leben in der siebtteuersten Stadt der Welt leisten kann, erfährst du hier.

Chinesisches Geld

Let’s talk about money

Bay-China-Stipendium

Du studierst an einer bayrischen Hochschule? Super, dann bist du deinem Stipendium schon einen Schritt näher! Denn so hast du die Möglichkeit dich für eine der folgenden Mobilitätsbeihilfen des Bayerischen Hochschulzentrums für China zu bewerben.

Stipendium fürs Auslandsstudium

Falls du ein Studium für ein oder zwei Semester in der Volksrepublik geplant hast, kannst du dich mit

  • einem Gutachten eines wissenschaftlichen Betreuers (vielleicht dein Professor oder Dozent)
  • einem ausführlichen Motivationsschreiben
  • einem Studienplan
  • einer Übersicht deiner bisherigen Noten
  • und einem Antrag für deinen Studienaufenthalt

beim Bayerischen Hochschulzentrum für China bewerben. Achte unbedingt auf die Bewerbungsfristen!

Stipendium fürs Auslandspraktikum

Da ich ein Praktikum an der deutschen Schule absolviere, habe ich mich für diese Fördermöglichkeit entschieden. Dafür musst du dich mit folgenden Unterlagen bewerben:

  • einem Antrag
  • einer Übersicht deiner bisherigen Studienleistungen (du benötigst mindestens 70 ECTS-Punkte)
  • einem Motivationsschreiben
  • einem Praktikumsplan

Bei der Stipendienvergabe spielen deine Studienleistungen sowie die Zweckmäßigkeit deines Praktikums eine entscheidende Rolle. Insgesamt können Reise-, Visa-, Versicherungs- und Impfkosten in Höhe von 750 Euro erstattet werden. Hierfür musst du nach deinem Aufenthalt dem Bayerischen Hochschulzentrum für China die Nachweise zukommen lassen.

Das lasse ich mir nicht zweimal sagen und so geht es für mich in 4 Tagen schon?
Nutze deine Chance! Du wirst nie wieder so gut gefördert wie während deines Studiums!

DAAD-Stipendium für Praktika

Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit ist das DAAD– Kurzstipendium. Da ich dieses bereits für mein Auslandspraktikum in Nicaragua erhalten habe, konnte ich mich für China nicht mehr bewerben. Ich kann euch aber nur empfehlen euch dafür zu bewerben, da es einen großen Teil der Kosten abdeckt. So werden euch die Flugkosten und eine monatliche Förderung gezahlt.

Kriterien sind hierfür

  • ein selbst organisierter Praktikumsplatz im Ausland
  • du musst mindestens im 2. Fachsemester studieren
  • du musst noch immatrikuliert sein

Diese Unterlagen musst du einreichen:

  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Praktikumsbescheinigung
  • Lebenslauf
  • Nachweis über deinen Studienfortschritt
  • Nachweis über andere beantragte oder erhaltene Förderungen für den Auslandsaufenthalt

Auslands-Bafög

Eine weitere Fördermöglichkeit ist das Auslands-BAföG (hier findest du alle wichtigen Antragsformulare auf einen Blick). Auch ich habe mich fürs Auslandsbafög beworben, aber leider eine Absage erhalten.

Schicke deine Unterlagen auf jeden Fall mehrere Monate im Voraus zum Studierendenwerk. Falls die Unterlagen nicht vollständig sind, ist das kein Problem. Fehlende Formulare kannst du notfalls nachschicken. Wichtig ist nur, dass du sie bereits vor dem Antritt deines Aufenthaltes eingereicht hast.
Wichtig zu wissen: Selbst wenn du kein Inlands-BAföG erhältst, kannst du versuchen, dich fürs Auslands-BAföG zu bewerben!

Wann kannst du einen Antrag fürs Auslands- Bafög stellen?

Wenn du einen Studienbezogenen Auslandsaufenthalt von mindestens drei Monaten planst oder wenn du ein Pflichtpraktikum absolvierst.

Erspartes

Generell ist es immer sehr ratsam, genügend Geld gespart zu haben. Oft decken Stipendien nur einen Teil der Kosten. Da ich nur ein Teilstipendium erhalten habe, musste ich auch auf einen Teil meines Ersparten zurückgreifen.

Resümee

Klar – ein Auslandsaufenthalt kostet natürlich Geld. Und ja, es dauert auch, bis man sich durch die ganze Bürokratie gekämpft hat. Klar ist aber auch, dass du während deines Studiums wirklich gut gefördert werden kannst und diese Möglichkeit unbedingt nutzen solltest. Zudem finde ich, dass das Geld mehr als gut investiert ist. Man kommt zwar vielleicht mit leeren Taschen nach Hause, ist aber um einiges an Erfahrungen und unvergesslichen Momenten reicher. So bleibt mir nichts anderes zu sagen als: Ich würde es wieder tun!

 

 

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